KONFIRMANDENARBEIT

Themenseite Konfi3

Konfi3 (auch KU3/4) bedeutet die Konfi-Arbeit mit Angeboten für Kinder der dritten (oder vierten) Klasse zu beginnen. Das vor allem in Baden-Württemberg und Niedersachsen verbreitete Modell kann mit Ehrenamtlichen (z.B. Eltern) oder auch von Hauptamtlichen durchgeführt werden.   

"Konfi3 begeistert mich..."

Stimmen aus der Praxis


Steffi Schild:

"Die Kinder sind in diesem Alter so offen und interessiert ..."

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Konfi3 begeistert mich, weil Kinder in diesem Alter so offen und interessiert sind und mit großer, spielerischer und dennoch nicht unkritischer Freude an die Themen herangehen.

Konfi3-Kids erlebe ich vor allem so: Die Kinder nehmen ihre komplette Lebenswelt und Erfahrung mit ins Geschehen und machen dadurch ein ganzheitliches Erlebnis für uns alle aus den Treffen.

Für die Gemeinde ist Konfi3 eine gute Sache, weil Kinder Kirche und Gemeindeaktivität in ihrer Vielfalt erleben dürfen und dabei ihre Familien einbezogen werden. So passiert ein gegenseitiges Wahrnehmen und Kennenlernen zwischen Kindern, deren Familien und Gemeinde.

Steffi Schild, Dekanatsjugendreferentin im Dekanat Hochtaunus

Marvin Lange:

"Weil Kids und Eltern miteinander über den Glauben ins Gespräch kommen..."

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Konfi3 begeistert mich, weil ich Menschen in einem Alter vom Christentum begeistern kann, in dem sie sich besonders stark für Religion interessieren.

Konfi3-Kids erlebe ich vor allem so: Interessiert und begeisterungsfähig in unseren Gruppenstunden und Familiengottesdiensten.

Für die Gemeinde ist Konfi3 eine gute Sache, weil Kids und Eltern miteinander über den Glauben ins Gespräch kommen und Angebote der Kirchengemeinde kennenlernen und selber gestalten.

Marvin Lange
Pfarrer der Bonhoeffergemeinde Fulda

Allgemeines


Zweiphasige Konfirmandenzeit

Dieses Modell (KU 3/8) ermöglicht, die Konfirmandenzeit in zwei Phasen zu durchlaufen. Eine erste Phase der Konfirmandenzeit, sozusagen die Vorkonfirmandenzeit, wird dabei in die Grundschulzeit vorverlegt, am besten ins dritte Schuljahr. Die Dauer dieser vorgezogenen Phase liegt zwischen drei Monaten und einem halben Jahr. Die zweite Phase, die mit der Konfirmation im achten Schuljahr abschließt, bleibt im 7. und 8. Schuljahr.
Bei einer zweigeteilten Konfirmandenzeit finden mindestens zwei Drittel der Unterrichtsstunden in der zweiten Phase, in der Regel im 8.Schuljahr, statt.
Für einen Anfang in der Grundschulzeit lassen sich verschiedene Argumente anführen:
Für viele Jugendliche ist die Konfirmandenzeit eine Phase intensiver Begegnung mit Kirche und Gemeinde. Wenn Jugendliche vor ihrer Konfirmandenzeit kaum Möglichkeiten hatten, an gemeindlichen Angeboten für Kinder teilzunehmen, fällt ihr intensiver Kontakt in der Konfirmandenzeit in eine Phase ihres Lebens, in denen zum einen die Pubertät eine wichtige Rolle spielt und zum anderen Autoritäten und Institutionen kritischer betrachtet werden. Kirche ist davon nicht ausgenommen. Daher ist ein früher Erstkontakt mit der Gemeinde wichtig.
Eine erste Phase der Konfirmandenzeit während der Grundschulphase bietet sich dafür an, und zwar speziell die dritte Klasse, weil die Kinder mit basalen Kulturtechniken (Lesen/Schreiben) schon vertraut sind und ihr Schulalltag noch nicht so stark von einem bevorstehenden Schulwechsel bestimmt wird, wie dies in der 4. Klasse zunehmend der Fall ist.
Für eine vorgezogene Phase der Konfirmandenzeit spricht außerdem, dass die Kinder der Gemeinde häufig in einer Grundschule zusammen sind, was die Arbeit mit der Gruppe erleichtert, da sich die meisten Kinder schon kennen. Kinder in diesem Alter sind neugierig und stellen ihre altersgemäßen Fragen auch im Blick auf Religion und Glaube. Sie leben in und mit Geschichten und Symbolen, die sie unmittelbarer ansprechen. Die Vorbereitung auf das Abendmahl, zu dem in vielen Gemeinden auch Kinder bereits zugelassen sind, bietet sich an dieser Stelle an.
Durch eine vorgezogene erste Phase der Konfirmandenzeit kommt der Lernort »Gemeinde« für die Kinder und ihre Eltern frühzeitig in den Blick. Kinder lernen von vertrauenswürdigen Vorbildern. Deshalb legt die KU 3-Phase ebenfalls die Mitarbeit Ehrenamtlicher nahe, die mit den Kindern in Kleingruppen arbeiten. Eine besondere Chance liegt dabei darin, die Eltern in die inhaltliche Gestaltung des Unterrichtsgeschehens einzubeziehen. Entsprechende Vor- und Nachbereitungszeiten mit den Mitarbeitenden bzw. Eltern sind dazu notwendig. Die mitarbeitenden Ehrenamtlichen bzw. Konfirmandeneltern haben davon selbst einen Gewinn. Sie entdecken einen neuen Zugang zur religiösen Erziehung ihrer Kinder und nehmen religiöse Fragestellungen aus einer veränderten Perspektive wahr. Auf diese Weise erhält die Konfirmandenelternarbeit neue Impulse. Diejenigen Konfirmandeneltern, die bei diesem Projekt mitarbeiten, werden integriert in die Arbeit der Kirchengemeinde und sind gegebenenfalls bereit, auch über diese Phase des KU 3 hinaus bei Projekten in der Gemeinde aktiv mitzuwirken.
Die Sinnhaftigkeit der Einführung von KU 3 hängt aber nicht an der Beteiligung der Konfirmandeneltern. Die Nachmittage können ebenso von ehrenamtlichen Teamern (Erwachsenen und Jugendlichen) gestaltet werden. Diese Teams zeichnen sich durch größere Kontinuität aus, weil sie nicht jährlich neu zusammengestellt werden müssen, wie das bei der Rekrutierung der Mitarbeitenden aus dem Kreis der jeweiligen Konfirmandeneltern notwendig ist. In der Zurüstung dieser Teams für ihre Arbeit geschieht Gemeindeaufbau.

(aus: Konfirmandenzeit. Konzeption der Konfirmandenarbeit in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kassel 2014, S.59-60)

Kurzbeschreibung des Konfi3-Ansatzes

Impulstext von Konfi-Arbeit.de


Links zu Konfi3

Themenseite Konfi3 von anKnüpfen

Konfi3-Seite aus Baden und Württemberg

Beispiele aus der Praxis


Material in dieser Spalte kann gerne verwendet und weitergegeben werden, bitte nicht ohne Rücksprache an anderen Orten veröffentlichen!


Fulda / Petersberg

Das Modell wird seit gut 15 Jahren praktiziert.

Hier zum Download:
Ablauf- und Themenübersicht am Bspl. des Jahrgangs 2022/23
Materialien zu den Einheiten (ZIP-Datei)

Kontakt: Christian.Pfeifer@ekkw.de


Ober-Eschbach und Ober-Erlenbach

geleitet von der Gemeindepädagogin

Präsentation des Konzepts
Beispiel-Material (Flyer, Schöpfung, Kirchenjahr)

Kontakt: Stephanie.Schild@ekhn.de

Veröffentlichte Materialien


Kursbücher


Was für Geschichten. Ein Konfi3-Jahr mit der Bibel gestalten
Neues Material für Konfi3 aus Bremen
Besprechung


Präsentation zu Konfi3-Material vor 2021


Bausteine


In KU-Praxis erscheinen immer wieder auch einzelne Bausteine zu Konfi3. Sie sind thematisch an das Schwerpunktthema des jeweiligen Heftes angelegt:

Hirtenspiel - auch für Konfi3

Andreas Behr
Ich bring euch gute neue Mär…
Ein Hirtenspiel für Konfis

90 min, Konfi7/8 (Konfi3/4)
KU-Praxis 67 – Hoffnung …von guten Mächten (Sommer 2022)

Weihnachten setzt gewissermaßen das ultimative Hoffnungszeichen. Gott kommt in die Welt, genau dort, wo diese Welt nicht besonders schön ist.
Konfis haben ein Verständnis dafür, dass hier etwas Besonderes geschieht. Wenn es allerdings um die konkrete Weihnachtsgeschichte geht, tun sie sich schwer, die Hoffnungsbotschaft hinter der Legende für sich stark zu machen. Die Inszenierung des Weihnachtsfestes scheint mehr Hoffnung zu geben als seine Botschaft, wie sie in der Geburtserzählung verdichtet wird. Deshalb lohnt sich eine inszenierte Beschäftigung mit der Weihnachtsgeschichte.
In dieser Konfi-Stunde sollen die Konfis eine Grußbotschaft zu Weihnachten erstellen. Dazu schlüpfen sie in die Rolle eines Hirten und erleben in dieser Rolle die Weihnachtsgeschichte nach Lukas 2.

Einheit zur "goldenen Regel"

Babett Flügger, Christine Poppe
»Was du nicht willst, dass man dir tu …«
Eine Einheit zur goldenen Regel
90 Minuten, Konfi3/4
KU-Praxis 66  - Gerechtigkeit leben, Gütersloh 2021, S.9-12

»Das ist ungerecht« – mit dieser Aussage sind Kinder in der Grundschule bereits sehr vertraut.
Mit dieser Konfi-Einheit machen die Kinder sich auf einen mehrdimensionalen Deutungsweg. Mit Hilfe von Unrechtsgeschichten aus der Lebenswirklichkeit der Kinder setzen sie sich mit der Frage von Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit auseinander und erleben auch in ihrer eigenen Gruppe unterschiedliche Deutungsmöglichkeiten.
Durch die biblische Geschichte vom hartherzigen Verwalter können die Kinder erleben, dass es genau darum geht: »Genauso, wie ihr behandelt werden wollt, behandelt auch andere«.
Im Hören, Spielen und Erleben werden die Kinder emotional in die Geschichte hineingenommen.
Die goldene Regel ist somit eine Aufforderung, innerlich in den Spiegel zu schauen und durch das Anschauen der eigenen Bedürfnisse nach gerechter und guter Behandlung fähig zu werden, diese auch anderen zukommen zu lassen.

Taufe Jesu

Babett Flügger, Christine Poppe
Wie alles begann … und bis heute wirkt
Einheit zur Taufe Jesu

90 min, Konfi3
KU-Praxis 65 – Jesus Christus, Gütersloh 2020, S. 15-17

In dieser Einheit wird die Taufe Jesu mit Legematerialien erzählt und veranschaulicht. Die Kinder können anhand der Erzählung erfahren, dass die Taufe ein besonderer Moment der Hinwendung Gottes ist und den Getauften zum Kind Gottes werden lässt.
Im Mittelpunkt stehen Jesus und sein Auftrag, der ihm aus seiner Taufe erwächst, den Menschen von Gott zu erzählen. Am Ende der Stunde steht die Einladung an jedes Kind, eine Kerze anzuzünden, um so symbolisch die Bereitschaft auszudrücken, sich von der Botschaft Jesu anstecken zu lassen. Die ge­staltete Mitte, die zum Schluss entstanden ist, kann zum Symbol werden, im Konfi3-Kurs immer wieder zusammenzukommen, um von Jesus zu hören. Deshalb eignet sich diese Einheit für die erste Zeit des Konfi3-Kurses.

Barmherziger Samariter

Babett Flügger, Christine Poppe
»Gib uns ein weites Herz, andere zu versteh’n.«
KU-Praxis 63 Hass und Nächstenliebe; Gütersloh 2018, S.47-50

Die biblische Erzählung vom barmherzigen Samariter dient in Form einer freien Erzählung dazu, mit den Kindern die Übernahme unterschiedlicher Perspektiven zu trainieren.
So beginnt diese Einheit zunächst mit Wahrnehmungsübungen, die zugleich Vorübungen für die Geschichte vom barmherzigen Samariter sind. Auch dort werden die Kinder aufgefordert, genau diesen Dreischritt bei den verschiedenen Protagonisten zu gehen. In einem letzten Schritt werden die Kinder ermutigt, frei zu assoziieren, welche Gefühle das helfende Handeln beim Samariter auslöst.

Martin Luther

Ulrich Walter
»So, wie ich bin, hat Gott mich lieb!«
Auf KA3 – Entdeckungsreise mit Martin Luther
KU-Praxis 61 Reformation, Gütersloh 2016, 49-53

Die Bausteine verbinden einige Grundinformationen zu Person und Werk Martin Luthers mit seinen Entdeckungen, die von Kindern im KA3-Alter nachvollzogen werden können. Auf diese Weise verbinden sich äußere Fakten mit »inneren« Entdeckungen, die Wesenhaftes des christlichen Glaubens in elementarer und anschaulicher Weise in den Zusammenhang der Reformation stellen.

Pfingsten

Sönke v. Stemm
»Wo der Geist Gottes ist, da wachsen Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue« (Galater 5,22)
Pfingsten mit Konfis im Grundschulalter erarbeiten
KU Praxis 60 Heiliger Geist, Gütersloh 2015, 44-45

Der Heilige Geist wirkt sich im Alltag von Kindern aus. Das kann mithilfe der Pfingstge­schichte entdeckt werden und mithilfe einer Deutung des Heiligen Geistes aus dem Gala­terbrief. Im Beitrag sind dafür Material-Bausteine zusammengestellt, die in der vorge­schlagenen Reihenfolge bearbeitet werden können. Sie können aber auch leicht in andere und schon vorhandene Einheiten zu Pfingsten und Heiliger Geist eingebaut werden. Zu­sätzlich ist ein kurzer Text für mitarbeitende Erwachsene (Eltern) beigefügt, der als Diskus­sionsimpuls für die Vorbereitung genutzt werden kann, sowie weitere Liedvorschläge zum Thema Pfingsten.


aus anKnüpfen Update 2.1-2.7

Bezugsmöglichkeiten auf www.anknuepfen.de ,
dort auch die Materialseiten zum freien Download (inzwischen teilweise auch die Baustein-Entwürfe selbst)

Heike Loos/Ute Mickel/Daniela Reich/Claudia Zesch
Jedes Jahr ein neuer Abendmahlsgottesdienst? Abwechslung durch Stegreifspiele mit Konfi3-Kindern
Update 2.1 Abendmahl, 2014, 65-70.

Ute Mickel
„Ich kenne Gott mit Namen“. Ein Gottesdienst mit Konfi3-Kindern
Update 2.2 Glaubensbekenntnis, 2015, 78-83.

Susanne Jasch/Damaris Knapp
Konfi3 und Religionsunterricht. Eine Möglichkeit der Zusammenarbeit von Kirchengemeinde und Schule
Update 2.2 Glaubensbekenntnis, 2015, 84-87.

Susanne Jasch
Schlüssel zu Gott. Familiengottesdienst mit Begrüßung der Konfi3-Kinder und ihrer Familien
Update 2.3 Konfirmation und Reformation, 2016, 87-89.

Kristina Schnürle
Der Bibel auf der Spur. Mit Konfi3-Kindern im Bibliodrama
Update 2.3 Konfirmation und Reformation, 2016, 90-95.

Kristina Schnürle/Christina Krause/Daniela Reich
Vom dunklen Tal zur frischen Aue. Mit der Taufe und Psalm 23 durch den Kirchraum
Update 2.4 Taufe, 2017, 65-68.
zum Download

Susanne Betz/Thomas Ebinger/Christina Krause
Kleine Ideen zur Taufe. Zwei Klatschspiele, ein Anspiel und viele Sorten Taufwasser
Update 2.4 Taufe, 2017, 69-72.
zum Download

Stefanie Bauspieß
Was heißt schon Glück?
Update 2.5 GlückSeligkeit, 2018, 71-77.
zum Download

Thomas Ebinger
Fadengeschichten, die hängen bleiben
Update 2.5 GlückSeligkeit, 2018, 79-81.
zum Download

Ute Mickel
Du sollst Vater und Mutter ehren – Zwei Konfi3-Stunden und ein Gottesdienst
Update 2.6 Gebote, 2019, 87-94.

Mika Sinn
Mit dem Sketchboard malend erzählen am Beispiel des Kirchenjahres
Update 2.6 Gebote, 2019, 95-98.

Charlotte Altenmüller
„Ich fürcht‘ mich nicht!“ Gott du bist mein Schirm – Bausteine für einen Familiengottesdienst zu Psalm 32,7 mit Konfi3-Kindern
Update 2.6 Gebote, 2019, 99-103.

Laura Breuninger
Zum Segen werden – Mit Konfi-3-Kindern die Noah-Geschichte aus einem neuen Blickwinkel erleben
Update 2.7 Segen, 2020,

Heike Helfrich-Brucksch, Anna Maria Baltes, Ute Mickel
Gottes Segen reicht für alle – Ein Konfi-3-Gottesdienst
Update 2.7 Segen, 2020.

Anna-Maria Baltes
Unterwegs auf den Spuren des Glaubens. Konfi3 mit Actionbound
Update 2.8 Konfi-Schätze, 2022.
zum Download