Wenn in der Schule über religiöse Communities gesprochen wird, greifen Lehrkräfte bisweilen auf dieselben Stereotypen zurück, die man aus den Medien kennt: Muslime erscheinen als junge, gewaltbereite Männer ohne familiäre Bindung, Christinnen und Christen als langweilig oder rückwärtsgewandte »Trad Wives« und Jüdinnen und Juden als melancholische Figuren.
Offene Fragen wie »Wo verortest du dich innerhalb deiner religiösen Bubble?« oder »Was nervt dich, an den Bildern, die andere von deiner Religion haben?« finden im schulischen Alltag oft wenig Raum.
Unsere Fachtagung stellt sich bewusst diesem ungewohnten Blick auf Religiosität und fragt: Worüber lachst du? Welche Bilder über Religionen stecken in deinem Kopf? Welche Ansprache brauchen Schülerinnen und Schüler, um sich gesehen und wohlzufühlen? Im Gespräch mit authentischen Stimmen aus den religiösen Communities hinterfragen wir die gewohnten Bilder unserer Wahrnehmungen und entdecken dabei auch das konstruktive Potenzial von Humor in religiösen Kontexten. Boujemaa Tajjiou eröffnet mit einem Comedy-Set »Muslim ist, wer trotzdem lacht«.
Die Veranstaltung bietet:
- Impulse, um im schulischen Alltag sensibel mit Zuschreibungen, Vorurteilen und Diskriminierung umgehen zu können
- Praxisnahe Vorschläge, wie Schülerinnen und Schülern gegenüber Zuschreibungen im religiösen Kontext gestärkt werden können
- Social Media Praktiken und ihre Erschließung für den Unterricht.
Zielgruppe
Interreligiöses Lernen, alle Interessierten
Ort
Jüdisches Museum Frankfurt
Berta-Pappenheim-Platz 1
60311 Frankfurt am Main
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