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rpi Newsletter Sekundarstufe II
Ausgabe 10 / März 2020
EDITORIAL

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

aufgrund der Corona-Pandemie hat das RPI der EKKW und der EKHN alle Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen bis zum 30.4.20 abgesagt. Auch das RPI hat die Verpflichtung, alle Maßnahmen zu ergreifen, die die Ausbreitung des Virus verlangsamen können. Oberste Priorität hat daher der Schutz der Menschen, die mit uns in Kontakt sind. Wir hoffen, dass wir ab Mai 2020 die Fortbildungen wieder aufnehmen können. Falls Sie in der Zwischenzeit Fragen haben oder sich mit einem Anliegen an uns wenden wollen, können Sie das gerne tun. Wir stehen Ihnen per E-Mail zur Verfügung (siehe unten). Weitere Kontaktmöglichkeiten finden Sie (jeweils auf dem aktuellen Stand) auf der Webseite des RPI Gießen bzw. des RPI Fulda.
Die Abiturprüfungen sollen wie vorgesehen durchgeführt werden; beim diesjährigen Durchgang werden die betroffenen Kolleg*innen wegen der Corona-Krise vor besondere Herausforderungen gestellt. Im Kultusministerium geht man nach derzeitigem Stand davon aus, dass die Abiturprüfungen im Landesabitur 2020 ordnungsgemäß durchgeführt werden können. Wir wünschen Ihnen für die Arbeit in der nächsten Zeit viel Kraft und natürlich Gesundheit.
Heute möchten wir Ihnen und Euch wieder einige Informationen zu Fortbildungsangeboten im Bereich der Sek II sowie Material- und Literaturhinweise zukommen lassen.  Wir würden uns freuen, wenn wir uns bei den einen oder anderen Veranstaltungen begegnen. Wir möchten auch noch einmal darauf aufmerksam machen, dass wir – soweit möglich – auch zu Fortbildungen in Ihre Region bzw. zu Ihrer Schule und Fachschaft kommen!
Vielen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund!

Ihr/Euer
Dr. Jochen Walldorf 
jochen.walldorf@rpi-ekkw-ekhn.de  
Christian Marker 
christian.marker@rpi-ekkw-ekhn.de 


 



INHALT


1. Fachsprecher*innentagung in Arnoldshain fällt aus

Die Jahreskonferenz für Fachsprecher*innen Ev. Religion Gymnasium/Sek II (Süd), die am 23./24. April in Schmitten-Arnoldshain stattfinden sollte, ist abgesagt. Zurzeit planen wir, das vorgesehene Thema „Religions- und Ethikunterricht zwischen Konkurrenz und Kooperation“ bei nächster Gelegenheit (vielleicht schon im Herbst 2020?) nachzuholen. Informationen dazu werden wir allen Fachsprecher*innen rechtzeitig zukommen lassen.



2. Anmeldungen zu Fortbildungsveranstaltungen

Die Anmeldungen zu unseren Fortbildungsveranstaltungen sollen in Zukunft stärker über das Online-Anmeldemodul erfolgen. Auf unserer Webseite www.rpi-ekkw-ekhn.de finden Sie unter rpi-veranstaltungen den Online-Kalender, mit dem Sie auch die verfügbaren Angebote finden, einschließlich der Anmeldefunktion.



3. Regionale Studiennachmittage: Menschenrechte in Islam und Christentum

Im Schuljahr 2020/2021 werden an verschiedenen Standorten Fortbildungen zum Themenfeld »Frieden und Gerechtigkeit« (Q3.3) angeboten. Laut Abiturerlass 2021 soll es dabei u. a. um die Bewertung der Bedeutung von Frieden und Menschenrechten aus christlicher Sicht gehen, wobei Menschenrechtserklärungen und vergleichbare Erklärungen von christlichen und islamischen Organisationen angesprochen sind. Bei den regionalen Studiennachmittagen werden Unterrichtsideen und Materialien zu diesem Thema vorgestellt und besprochen. Außerdem soll überlegt werden, wie das (neue) Themenfeld gut in die Halbjahresplanung integriert werden kann. Die geplanten Studiennachmittage in Kassel und Darmstadt fallen aus.

22.04.2020 15:00 bis 18:00 Uhr, RPI Kassel (200422-Ma-KS)- fällt aus
29.04.2020 15:00 bis 18:00 Uhr, RPI Darmstadt (200429-Wa-DA)-fällt aus
14.05.2020 15:00 bis 18:00 Uhr, RPI Fulda (200514-Ma-FD)
19.05.2020 14.30 bis 17:00 Uhr, RPI Fritzlar (200519-Wa-FZ)
26.05.2020 15:00 bis 17:30 Uhr, RPI Gießen (200526-Wa-GI)

Zu diesem Thema findet auch ein Studientag am 18.05.2020 in Frankfurt statt – u.a. mit einem Referat von Alexander Schmidt, M.A. (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für islamische Theologie, Universität Gießen) zum Thema „Menschenrechte im Islam“.



4. Materialien

- In der neuen Ausgabe von RPI-Impulse findet sich ein fachdidaktischer Beitrag von Jochen Walldorf mit dem Titel „Mensch und Maschine. Entwicklungen künstlicher Intelligenz (KI) als Ausgangspunkt anthropologisch-ethischer Lernprozesse in der Oberstufe“. Die Anregungen sind sehr gut für die Arbeit in der Q 3 geeignet (ethische Fragen nach Bewertung und Einschätzung der neuen Technologien, anthropologische Fragen nach dem Verhältnis von Mensch und Maschine). 

- Am 26. Februar 2020 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass das Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung in § 217 Abs. 1 StGB die Möglichkeiten einer assistierten Selbsttötung soweit einschränkt, dass dem Einzelnen faktisch kein Raum zur Wahrnehmung seiner verfassungsrechtlich geschützten Freiheit verbleibt. Das BVG betont die Autonomie des Menschen in Fragen von Leben und Tod. Das Recht, über den eigenen Tod zu bestimmen, bestehe „in jeder Phase der menschlichen Existenz“, es sei also nicht auf alte und schwer kranke Menschen beschränkt. Erste Informationen und Hintergründe finden sich unter
https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/305426/paragraf-217 


- In der Zeitschrift „Religion betrifft uns“, die Materialien für den RU in der Oberstufe bereitstellt, erscheinen in der ersten Jahreshälfte zwei Hefte, die Themen, die auch im RPI aktuell diskutiert werden, ansprechen:
Herausforderung Klimawandel (Januar 2020) und Religion und Rechtspopulismus (erscheint im Mai 2020)

- Hingewiesen werden soll auch auf das Heft „Jesus Christus. Followen, Liken oder Blockieren?“ (Religion betrifft uns 5/2019). Das Heft, in dem neuere Zugänge der Jesusforschung, die den erinnerten Jesus in den Fokus rücken, und globale Jesusbilder herangezogen werden, bietet interessante Anregungen für die Arbeit in der Q 1.

- An vielen Schulen werden Abiturgottesdienste für Schüler*innen zum Abschluss ihrer Schulzeit angeboten. Materialien und Beispiele dazu bietet das von Kirsten Rabe und Matthias Hülsmann herausgegebene Heft „Abiturgottesdienste“ das im Jahr 2017 in der Reihe „Loccumer Impulse“ erschienen ist. Es ist in den meisten RPI-Regionalstellen verfügbar.

- Für Kolleg*innen, die am ökumenischen Gespräch interessiert sind, gibt es jetzt eine wichtige Neuerscheinung:
Michael Kappes, Ulrike Link-Wieczorek, Sabine Pemsel-Maier und Oliver Schuegraf (Hg.): Basiswissen Ökumene (EVA/Bonifatius).
Band 1: Ökumenische Entwicklung – Brennpunkte – Praxis (2017)
Band 2: Arbeitsbuch mit Materialien (2019)
Der erste Band bietet grundlegende Beiträge zu zentralen ökumenischen Fragestellungen. Das Themenspektrum reicht von der Darstellung geschichtlicher Entwicklungen und konfessionskundlicher Informationen über die Behandlung klassischer Kontroversfragen bis hin zur Beschreibung verschiedener Praxisfelder. Band 2 ist als Grundlagen- und Begleitbuch für Kurse im Studium, in der Schule und in der Erwachsenenbildung gedacht und bietet neben Übersichten, Schaubildern, Quellentexten und Lins zu verschiedenen Medien auch vorbereitete Materialblätter, die sich auch über eine Online-Plattform als Arbeitsgrundlage für Gruppen downloaden lassen.

- Die Kammer der EKD für Bildung, Erziehung, Kinder und Jugend hat einen interessanten und wichtigen Grundlagentext vorgelegt: „Religiöse Bildung angesichts von Konfessionslosigkeit – Aufgaben und Chancen“ (2020). Er nimmt darauf Bezug, dass in Deutschland gut ein Drittel der Menschen keiner Kirche und Religionsgemeinschaft angehören. Diese sog. Konfessionslosigkeit fordert die Kirchen heraus und betrifft besonders ihre Bildungsarbeit. Der Text stellt konfessionslose Menschen, die Gründe und Hintergründe ihrer Konfessionslosigkeit und den Umgang damit in den Mittelpunkt. Er bietet auch für den RU (in der Oberstufe), an dem zunehmend konfessionslose Schüler*innen teilnehmen, hilfreiche Impulse.
https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/konfessionslosigkeit_2020.pdf 

- Die Theologische Kammer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat Ende letzten Jahres zum Thema „Christentum und Gewalt. Eine evangelische Perspektive“ einen Text entwickelt, der als Denk- und Argumentationshilfe gedacht ist und in Auszügen auch für das Gespräch mit älteren Jugendlichen geeignet ist. Es geht dabei vor allem um die Frage, ob die christliche Religion die Ausübung von Gewalt fördert und legitimiert, wie kritische Stimmen behaupten, oder ob christlicher Glaube dazu beiträgt, Gewalt einzudämmen und für Gewalterfahrungen zu sensibilisieren. Beides, so betont Beate Hofmann, Bischöfin der EKKW, in ihrem Geleitwort, finde sich in der christlichen Tradition. Darum sei es wichtig, diese Fragen zu reflektieren und Gewaltpotenziale im religiösen Reden und Handeln aufzuspüren und zu diskutieren. Der Text ist im Internet unter www.ekkw.de/texte oder direkt unter
https://www.ekkw.de/christentum_und_gewalt.pdf  abrufbar. 
Gedruckt ist er – auch in größerer Stückzahl – zu beziehen über Frau Bettina Schönfeldt im Landeskirchenamt (bettina.schoenfeldt@ ekkw.de, 0561-9378 207).

- Auf Martin Luther geht der Gedanke zurück, dass ein glaubender Mensch jeden Tag „neue Dekaloge“ entwerfen könne. Thorsten Latzel, der Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, hat das angesichts der Corona-Pandemie versucht. Sie finden  seine „10 Gebote für die Corona-Zeit“ hier.
 

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rpi der EKKW und EKHN
IMPRESSUM

RELIGIONSPÄDAGOGISCHES INSTITUT
der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
Arbeitsbereich Sekundarstufe II und Abitur

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35039 Marburg
Fon: 06421-969-100
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