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Ausgabe 16 / April 2020
EDITORIAL

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

"Die Liebe in Zeiten der Cholera" - dieser berühmte Romantitel ging mir dieser Tage oft durch den Kopf. Ja, wie ist es mit der Liebe in Zeiten der Corona-Epidemie? Auf der einen Seite erleben wir viel Egoismus, wenn Kunden die Regale leerräumen, wenn anfangs die Appelle an die Bevölkerung wenig fruchteten, zum Schutz der Risikogruppen auf Zusammenkünfte zu verzichten. Andererseits kommt es in Zeiten der Krise auch zu vielen Formen des solidarischen Miteinanders und Füreinanders. Neue kreative Wege werden begangen, um trotz der "Reduktion der sozialen Begegnungen" in Kontakt zu bleiben. Wie die Gesellschaft insgesamt und wie die Kirche insbesondere nach dieser Krisenzeit dastehen wird, ist nicht vorhersehbar. Umso wichtiger ist, wie wir uns in der Zeit der Krise verhalten. Das ist gerade auch für Jugendliche wichtig, dass sie selbst die Erfahrung machen und auch bei den Erwachsenen erleben, was es bedeutet, verantwortlich zu handeln und solidarisch zu leben.
Aber die Liebe hat in diesen Passions- und Oster-Zeiten auch noch eine andere Dimension. Aus Liebe, so heisst es zum Beispiel im Johannesevangelium ist Jesus Christus ans Kreuz gegangen, aus einer Liebe, die sich am Ostermorgen als stärker erweist als der Tod. Wie auch immer dies kreuzestheologisch ausgedeutet wird: Passion und Ostern sind Zeichen dafür, dass Gott uns Menschen in bedingunsloser Liebe annimmt.

"Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus" heißt bekanntlich die laufende Fastenaktion. So manches Fastenvorhaben von vor 4 Wochen mag in den Hintergrund getreten sein und ist von noch stärkerem Verzicht überholt worden. Aber das Motto "Zuversicht" hat eine neue Aktualität gewonnen. Wenn Zuversicht und Hoffnung nicht einfach Formen der Selbstsuggestion sein sollen, sondern eine Kraft, die wir in uns tragen, dann braucht sie eine Quelle, die nicht versiegen kann. In diesem Sinn kann die Liebe, von der Passion und Ostern erzählen, die unerschöpfliche Liebe Gottes, der Grund und die Quelle sein, aus der unsere Hoffnung wächst.
Diese Hoffnung auch in der Konfi-Arbeit zu leben und zu lernen, das könnte auch und gerade in der Corona-Zeit der Maßstab sein, mit den Konfis in Kontakt zu sein und zu bleiben. 

Wir freuen uns, wenn wir mit den Informationen und Anregungen aus diesem Newsletter dazu einen kleinen Beitrag leisten könnten. 

Ihnen allen wünschen wir viel innere Kraft und die Gewissheit, auch in der Krise von Gott getragen zu sein.

Achim Plagentz

achim.plagentz@rpi-ekkw-ekhn.de

Katja Simon
katja.simon@rpi-ekkw-ekhn.de

Besuchen Sie uns auch auf unserer Internetseite



INHALT


1. Die Konfi-Arbeit in Zeiten der Corona

Die ganze Konfi-Arbeit ist lahmgelegt. Die ganze? Nein, wie kleine gallische Dörfer sprießen vielerorts die Keimlinge einer Konfi-Arbeit, die in und trotz der Corona-Krise den Kontakt zu den Konfis halten will, ob die Gruppe nun kurz vor der Konfirmation steht oder gerade erst in die Konfi-Zeit gestartet ist.

Den gleichen Druck wie manche Schule sollten wir dabei nicht verbreiten. Auch müssen wir nicht auf Biegen und Brechen formale Kriterien einer ordnungsgemäßen Konfirmation einhalten. Wir empfehlen aber, die Konfis zu begleiten, mit ihnen in Kontakt zu bleiben und inhaltliche Auseinandersetzungen anzuregen. Dazu haben wir hier einige Ideen und Bausteine zusammengetragen.

Die zentrale Seite mit Anregungen praktischer Art haben wir mit unseren Konfi-Kolleg*innen der religionspädagogischen Institute in der EKD eingerichtet: Konfi-Digital/Konfi@Home

Auf unserer eigenen Sonderseite finden sich neben aktuellen Informationen aus unseren beiden Landeskirchen und Links zu anderen Seiten insbesondere auch unsere eigenen Materialien für die Corona-Zeit. Dazu gehört eine Einheit zum Thema Ostern (Hoffnungssteine) für die KonApp. Für die Corona-Situation haben wir auch unsere Einheit zum Vaterunser und der KonApp (RPI-Impulse 1/20) umgeschrieben zu einer Version für zu Hause.
Ein weitere gut geeignete App ist Actionbound, mit der man u.a. digitale Stationenarbeiten organisieren kann. Als Beispiel haben wir unsren Credobound (RPI-Impulse 3/18) in eine Einzel-Spieler*in-Version wandelt. Für diese Stationenarbeit zum Glaubensbekenntnis reicht es, den Konfis eine PDF mit dem Startcode zukommen zu lassen (Anleitung). 

Um digitale Zugänge zur Konfi-Arbeit geht es auch in unserem Webinar am 23. April, 10:00-11:30 Uhr, das wir zusammen mit Lutz Neumeier (Lich) und Marcus Kleinert (Hungen) durchführen. Geplante Themen: Smartphone-Spiel zu Jesusgeschichten (FindingJ), Videoproduktion, Actionbound und KonApp.
Anmeldung: konfirmandenarbeit@rpi-ekkw-ekhn.de

Hinweise auf die Arbeit mit Jugendlichen während der Corona-Krise bietet auch die aktuelle Seite des Referats Jugendarbeit in Kassel: hier

Generelle Hinweise auch auf der Webseite der EKD zur "Kirche von zu Hause".

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2. Neue Homepage zur KonApp

Die KonApp ist die App für die Konfi-Zeit. Inhalte können mit der KonApp zeitgemäß erarbeitet werden. Bibel (Luther und Basis), Lerntexte und ein Lexikon stehen  zur Verfügung. Auch die Kommunikation in der Konfigruppe kann digital und ohne Probleme mit dem Datenschutz stattfinden. Nun gibt es eine neue Homepage. Auf der Startseite findet man einen Kurzfilm, den man beim Elternabend zeigen kann. Es gibt als Tutorials Anleitungen für Gruppenverantwortliche. Auch sind neue Entwürfe („Vaterunser“ und „Jesus“) eingestellt.

www.konapp.de Schauen Sie rein und melden Sie sich an!

Achtung: Für die kommenden Wochen sind Webinare zur Arbeit mit der KonApp geplant. Infos dazu auch auf der Webseite der KonApp!

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3. Young-Clip-Award: Teilnahme auch in Corona-Zeiten möglich

Der Young-Clip-Award läuft auch in der Corona-Krise weiter. Denn Mitmachen kann man auch allein. Tipps zum Video-Dreh unter Corona-bedingungen hier. Das kann auch eine Anregung für die Konfi-Arbeit von zu Hause aus sein!
Mit dem Jury-Sonderpreis können Jugendliche bis zum 1. Juni auch zu selbstgewählten Themen Videos einreichen. Mehr Infos zum Sonderpreis.
Bis zum 30.04. können noch Videos zum Mai-Thema "Mobbing? Bei uns keine Chance!" eingereicht werden (Info).

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4. 5000 Brote

Für den Herbst diesen Jahres ist wieder die Aktion "5000-Brote - Konfis backen für die eine Welt" geplant.
In den kommenden Wochen werden die Gemeinden wie immer direkt angeschrieben und zum Mitmachen eingeladen. Auch wenn jetzt noch nicht absehbar ist, wie die Situation im Herbst ist und welche Bäckereien sich dann für das Projekt bereitfinden: In der Planung des Konfi-Jahres sollte es jetzt bereits berücksichtigt werden.
Die Ansprechpartner in den Landeskirchen helfen übrigens gerne beim Finden von Bäckerien vor Ort (EKKW: Peter Grohme; EKHN: Dr. Ralf Stroh).
Diverses Projektmaterial wird noch auf der bundesweiten Seite der Aktion bereitgestellt: www.5000-brote.de.

Übrigens: Für die beiden Landeskirchen EKKW und EKHN ist auch wieder ein Gewinnspiel für die angemeldeten Gemeinden geplant. Näheres dazu im nächsten Newsletter!

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5. Good Days - Jugendkirchentag abgesagt

Die Kirchenleitung der EKHN hat entschieden: Der Jugendkirchentag, der für 11. bis 14. Juni 2020 in Wiesbaden geplant war, wird bis auf weiteres abgesagt.

„Auch wenn wir derzeit noch nicht sagen können, wie die Lage im Juni sein wird, hat die Kirchenleitung sich zu diesem schweren Schritt entschlossen, um bei dieser Großveranstaltung mit erwarteten 4.000 bis 5.000 Teilnehmer*innen vor möglicher Gefährdung zu schützen“, so Gernot Bach-Leucht, Landesjugendpfarrer der EKHN. Die Verantwortlichen möchten in den kommenden Wochen prüfen, ob eine Neuausrichtung in Wiesbaden 2022 möglich ist.
„Es bricht mir das Herz, diese Nachricht allen Akteur*innen mitzuteilen“, so Projektleiterin Conny Habermehl. „Für uns als Team ist es ein schwerer Schlag, aber auch für die zahlreichen Ehren- und Hauptamtlichen, die schon so viel Zeit und Arbeit in die Vorbereitungen investiert haben. Ich hoffe, dass sie ihre Ideen und Entwürfe in den Dekanaten und Gemeinden umsetzen können.“
Die Mitarbeitenden der Arbeitsstelle Jugendkirchentag prüfen derweil, welche Formate aus dem Programm 2020 online präsentiert und durchgeführt werden können, „damit wenigstens einige Programmideen nicht umsonst waren.“
Mehr Info

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6. Ökum. Kirchentag 2021: Finanzielle Unterstützung für EKKW-Konfi-Gruppen

Vom 12.-16. Mai 2021 findet der 3. Ökumenische Kirchentag in Frankfurt statt. Alle Jugendlichen, also Konfis und Schüler*innen, ehrenamtlich Engagierte, Teamer*innen können eine finanzielle Unterstützung im Landeskirchenamt der EKKW beantragen. Eine eintägige Teilnahme soll mit 10 Euro und die mehrtägige mit 32 Euro pro Jugendliche*r unterstützt werden. Näheres zum Antrag wird im Laufe des Jahres bekannt gegeben.

Zum Vormerken: Für den 4. Februar 2021 planen wir eine Fortbildungsveranstaltung im RPI Frankfurt, in der wir das Kirchentagsmotto "Schaut hin" im Blick auf die Konfi-Arbeit vorbereiten möchten.

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7. Sea-Watch: Konfi-Material zu Rescue-for-Future

Unterrichtseinheit auch im Homescooling für Konfis mit der KonApp

Die EKD hat zusammen mit anderen Institutionen und Personen das Bündnis „United4Rescue“ und einen Trägerverein gegründet, um die Sea Watch 4 zu finanzieren. Es wird in Seenot geratene Geflüchtete retten. Das Hauptanliegen ist es, Menschen auf der Flucht im Mittelmeer nicht ertrinken zu lassen, Seenotrettung zu entkriminalisieren und ein faires Asylverfahren zu ermöglichen. Die Kirche dürfe nicht nur reden, sondern müsse handeln, so Bedford-Strohm. Die Aktion sei „ein Bekenntnis zur Mitmenschlichkeit“. Der Entwurf aus der Reihe RPI-Aktuell greift das Thema auf und bietet Ansätze zu einer Auseinandersetzung mit den Themen Flucht und Migration. Der Entwurf ist für die Konfi-Arbeit  bestimmt (einzelne Bausteine sind für "Konfi@Home" geeignet), aber auch für Sekundarstufe I, die Oberstufe und BBS. Es gibt einen Hinweis auf gutes Material für die 3. und 4. Klasse.
Zum Material

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8. Christentum und Gewalt - Ein Papier der Theologischen Kammer der EKKW

Im Auftrag des Rats der Landeskirche hat die Theologische Kammer der EKKW einen Text zu Verhältnis des Christentums zur Gewalt verfasst - ein Thema das mit der öffentlichen Debatte auch die Konfis beschäftigt. Der Text ist weniger für die direkte Beschäftigung mit den Jugendlichen geeignet, soll aber Anregungen für die Selbstklärung derer geben, die kirchliche Arbeit verantworten. 
PDF

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9. Kommende Veranstaltungen des RPI zur Konfirmandenarbeit

ACHTUNG: Da die weiteren Entscheidungen der Bundes- und der Landesregierung zur Corona-Epidemie noch ausstehen, laufen unsere Veranstaltungstermine (sofern sie nicht digital angeboten werden) unter Vorbehalt!


23.04.2020, Webinar (10.00-11:30 Uhr)
Digitale Tools in der Konfi-Arbeit
Anmeldung


Praxis Konfi-Arbeit
Neue Entwürfe - Bewährte Methoden
14.05.2020, Frankfurt


TAG DER KONFI-ARBEIT
20.06.2020, Marburg
"Wenn die Konfis nichts mehr mitbringen"
Indifferente und kirchendistanzierte Jugendliche in der Konfi-Arbeit
Referent: Prof. Dr. Bernd Schröder
Info und Anmeldung


10.09.2020, Gießen
Praxis Konfi-Arbeit
Neue Entwürfe - Bewährte Methoden


23.09.2020, Frankfurt
Spiritualität in der Konfi-Arbeit
Fachtag


01.10.2020, Mainz
"Wie komme ich hier raus?"
Escape Room in der Konfirmandenarbeit
Info und Anmeldung


21.-23.10.2020, Bad Soden-Salmünster
Mein Team in der Konfi-Arbeit
Konzeptentwicklung konkret,
Modul 3
Infoflyer
Anmeldung


05.11.2020, Darmstadt
Praxis Konfi-Arbeit
Neue Entwürfe - Bewährte Methoden


21.-22.01.2021, Bad Soden-Salmünster
Konfi-Arbeit bilanzieren und neu planen
Konzeptentwicklung konkret,
Modul 4
Infoflyer
Anmeldung


04.03.2021, Kassel
Praxis Konfi-Arbeit
Neue Entwürfe - Bewährte Methoden


Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeiten zu den Fortbildungen auf unserer Webseite (zum Beispiel mit dem Suchbegriff "konfi" oder in der "Erweiterten Suche": Querschnittsbereich Konfirmandenarbeit).

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10. Zum Schluss: Ostern - Hoffnungsaktionen für Konfis

Rund um Ostern kann man die Konfis jetzt auch noch zu Aktionen einladen:

#hoffnunghamstern: In der Aktion der Seite konfiweb (Ev. Landeskirche in Bayern) sind Konfis eingeladenn, eigene Hoffnungsbilder zu gestalten und zu posten (Vorabinfos für Unterrichtende).

Hoffnungssteine: Die Aktion der Nordkirche lädt Menschen dazu ein, Steine mit Hoffnungsbildern zu gestalten und aufzustellen. Auch hier können die Bilder auf einer Webseite gepostet werden. Anregungen dazu für die Konfi-Arbeit auf Konfi-Digital/Konfi@Home

Hoffnungszeichen pflanzen: Der Vorschlag, dass Konfis Blumen oder Kräuter als Zeichen der Hoffnung einpflanzen kommt von unsere Kollegin Irmela Redhead aus Hamburg.

 

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rpi der EKKW und EKHN
IMPRESSUM

V.i.s.d.P.:
RELIGIONSPÄDAGOGISCHES INSTITUT
der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
Rudolf-Bultmann-Straße 4
35039 Marburg

Arbeitsbereich Konfirmandenarbeit
Katja Simon
Fon: 06421-969-124
E-Mail: katja.simon@rpi-ekkw-ekhn.de 
Dr. Achim Plagentz
Fon: 06421-969-123
E-Mail: achim.plagentz@rpi-ekkw-ekhn.de


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