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Newsletter BBS
Ausgabe 16 / August 2021
EDITORIAL

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

auch jetzt, am Ende der Sommerferien, ist noch ungewiss, wie das kommende Schuljahr aussehen wird. Kann der Unterricht präsentisch durchgeführt werden? Wie lange müssen Masken getragen werden? Ist die digitale Infrastruktur besser geworden?

Das zurückliegende Schuljahr war sehr anstrengend und das vor uns liegende wird ebenfalls nicht „normal“ sein. Ich frage mich: Was kann der Berufsschulreligionsunterricht in einer solchen Situation – inmitten von Unsicherheit und Digitalität – leisten? Meines Erachtens bringen wir eine sehr wichtige Kompetenz mit ins Spiel: die Pausenkompetenz. Wir wissen um die Bedeutung der Pause, der Unterbrechung, der Auszeit, des Innehaltens und zur Ruhekommens. Das gehört zur DNA jeder Religion. Und sowohl die Lehrkräfte wie die Schüler*innen benötigen dringend eine Auszeit. Das immer wieder in das Bildungssystem hinein zu kommunizieren und gestaltet anzubieten, ist derzeit eine unserer wichtigsten Aufgaben. Auch und gerade nach den Sommerferien, wo die Akkus aller Beteiligten meist noch voll sind.

Solche Auszeiten oder Alltagsunterbrechungen können auch Fortbildungen sein. Unten finden Sie wieder eine große Anzahl an Angeboten – ein besonderes ist der deutschlandweite, digitale BRU-Tag am 2. Dezember mit über 40 Workshops zum Thema „Beruf trifft Religion“.

Ich wünsche Ihnen (auch im Namen meiner Berufsschulkollegen) alles Gute für das neue Schuljahr. Und immer wieder eine Pause!

 

Mit herzlichen Grüßen

Kristina Augst (und Jan Schäfer, Marc Fachinger, Hartmut Göppel und Andreas Greif)



INHALT


1. Neues aus den Kirchen und Bistümern

PZ Naurod

Im PZ Naurod, dem Pädagogischen Zentrum der hessischen Bistümer, gibt es eine Reihe von Abschieden und Neuanfängen. Nachdem schon im vergangenen Sommer Sebastian Lindner das PZ verließ, ging im April dieses Jahres mit Dr. Sabine Tischbein die langjährige Leiterin des Zentrums. Ab 1. August wird der Diplom Theologe Thorsten Klug die Leitung des PZs übernehmen. Bisher war er Leiter im Religionspädagogischen Amt in Wiesbaden.

 

Veränderungen im Bistum Limburg

Ab dem 1. Juli 2021 hat Herr Ralf Stammberger die Leitung des Dezernates Schule und Bildung im Bistum Limburg übernommen. Er folgt damit auf Prof. Hildegard Wustmans, die nach dem plötzlichen Tod von Andreas v. Erdmann 2019 die kommissarische Leitung inne hatte. Ralf Stammberger leitete zuvor die Abteilung für Kindertageseinrichtungen. 

 

Online-Zeitzeugenprojekt im Bistum Limburg

Zwei berufliche Schulen beteiligten sich beim dreiwöchigen Online-Zeitzeugenprojekt vom 21. Juni – 9. Juli. In dieser Zeit waren aus Krakau, Prag, Antwerpen und Sopot Zeitzeug*innen zum Gespräch mit Schüler*innen zugeschaltet. Zudem gab es präsentische Veranstaltungen mit Zeitzeug*innen aus Berlin, Frankfurt und Bad Nauheim.
Das kommende Zeitzeugenprojekt vom 29. 11 bis 3. 12. 2021 wird präsentisch in Hofheim geplant. Wer aus beruflichen Schulen Interesse hat, kann sich unter zeitzeugen@bistumlimburg.de melden.

Ebenso ist vom 22.2. – 1.3.2022 eine Gedenkfahrt für Lehrkräfte nach Polen (Warschau, Krakau, Auschwitz) geplant. Bei Interesse vorab auch bitte per Email an zeitzeugen@bistumlimburg.de melden.

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2. Aus Schule und Staat

FOS

2018 begann das Hessische Kultusministerium den Prozess der Curricula-Erstellung für die Fachoberschule. Die Fächer ev. und kath. Religion sowie Ethik wurden nicht in diesen Vorgang inkludiert. Leider konnte daran auch eine Intervention von kirchlicher Seite nichts ändern. Daher bleiben der evangelische und katholische Lehrplan für berufliche Schulen weiterhin für die FOS gültig.

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3. Fortbildungen und Veranstaltungen

Coronabedingt kann es auch im kommenden Schuljahr zu kurzfristigen Veränderungen im Format der Angebote kommen.

 

15. September 2021 (15:30 – 18:30 Uhr):

Regionales Berufsschullehrkräftetreffen Frankfurt

In der Veranstaltung wird ein Projekt zum Thema »Partnerschaft und Liebe« vorgestellt, das in ökumenischer Zusammenarbeit in geschlechtsgetrennten Gruppen einer Vollzeitklasse der Stauffenbergschule durchgeführt wurde. Mit Themen wie Gelingen und Scheitern einer Partnerschaft, Rollenverständnis als Mann/als Frau, Gottebenbildlichkeit haben sich die Schüler*innen geschlechtsgetrennt wie auch gemeinsam auseinandergesetzt.

Das Treffen ist Kooperationsveranstaltung zwischen dem RPI und der AG Berufliche Schulen des RPA Frankfurt.

Anmeldungen an: relpaed.frankfurt@bistumlimburg.de

Ort: Stauffenbergschule, Arnsburger Str. 44, 60385 Frankfurt

Referent*innen: Matthias Helms, Schulpfarrer und Andrea Bargon, Pastoralreferentin

Leitung: Kristina Augst, RPI Darmstadt
Thomas Leistner, Pastoralreferent
Esther Helfrich-Teschner, Pastoralreferentin
Andrea Bargon, Pastoralreferentin

 

27. September 2021 (09:30 – 16:30 Uhr):

Traumasensibilität in pädagogischen Handlungsfeldern

In KiTas, Erziehungseinrichtungen und Schulen begegnen uns schwer belastete und traumatisierte Kinder und Jugendliche. Der Studientag fragt nach pädagogischen Möglichkeiten und Ansätzen im Umgang mit den Betroffenen und richtet sich an Lehrkräfte der Fachschulen Sozialwesen und Heilerziehungspflege. Ziel ist, die Studierenden der Fachschule für deren Arbeitsalltag und im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen zu befähigen.

Inhaltlich wird es um die

  • Vergegenwärtigung grundlegender psychotraumatologischer Kenntnisse zum Verstehen von traumatischen Erfahrungen
  • Zentralen Aspekte einer traumasensiblen pädagogischen Haltung und Handlungskompetenz
  • Didaktische Überlegungen zur Integration in die fachschulische Ausbildung von Erzieher*innen und Heilerziehungspfleger*innen

gehen.

 

Anmeldungen an: darmstadt@rpi-ekkw-ekhn.de

Anmeldeschluss: 20. Sepetmber 2021

Ort: RPI Marburg, Rudolf-Bultmann-Str. 4, 35039 Marburg

Referent: Thorsten Garbitz, Schulpfarrer

Leitung: Kristina Augst, RPI Darmszadt

Kursgebühr: 20 €

 

 

1. November (10:00 Uhr) bis 2. November (13:00 Uhr) 2021:

Berufsschul-Fachsprecher*innen-Tagung

Antisemitismus – Prävention und Intervention in Beruflichen Schulen

Am ersten Tag liegt der inhaltlicher Schwerpunkt auf der Auseinandersetzung mit Antisemitismus und den Möglichkeiten von Prävention und Intervention. Dieser Fortbildungsteil findet in Kooperation mit der Anne-Frank-Bildungsstätte statt. Am zweiten Tag ist Zeit für Austausch zu aktuellen schulischen Themen.

Dieses Jahr liegt die organisatorische Verantwortung beim Bistum Limburg

 

Anmeldung: bbs@bistumlimburg.de

Ort: Wilhelm-Kempf-Haus, 65207 Wiesbaden-Naurod

Leitung: Marc Fachinger, Referent Berufliche Schulen, Bistum Limburg
Kristina Augst, RPI Darmstadt
Hartmut Göppel, Lic.-Theol., Schulamtsdirektor i.K., Bistum Mainz
Andreas Greif, Abteilung Schule-Hochschule-Medien, Bischöfliches Generalvikariat Fulda
Jan Schäfer, Kirchlicher Schulamtsdirektor, KSA der EKHN, Offenbach

 

 

9. November 2021 (18:00 – 21:00 Uhr):

Regionales Berufsschullehrkräftetreffen Darmstadt

Zweimal im Jahr treffen sich katholische und evangelischen Berufsschullehrkräfte zum gemeinsamen Austausch. Dieses Mal ist die katholische Seite Gastgeberin.

Zu Beginn der Veranstaltung gibt es einen kleinen Imbiss.

 

Anmeldung: nicht erforderlich

Ort: Katholisches Bildungszentrum NR30, Niederramstädter Str. 30, 64283 Darmstadt

Leitung: Kristina Augst, RPI Darmstadt
Patrik Schödl, Dipl. Theologe
Sebastian Sehr, Lehrkraft
Mareike Böhm, Pastoralreferentin

 

 

2. Dezember 2021 (09:00 – 15:30 Uhr):

Beruf trifft Religion - Das deutschlandweite Online-Event für einen zeitgemäßen Religionsunterricht in der beruflichen Bildung

 

Der Studientag ist das erste deutschlandweite online-Treffen für Lehrkräfte im BRU. Veranstalter ist die ALPIKA BS, der Zusammenschluss aller Berufsschul-Dozent*innen der Religionspädagogischen Institute in Deutschland.

Im Mittelpunkt steht der Austausch zu „Beruf trifft Religion“ in drei Workshop-Phasen – von Kolleg*innen für Kolleg*innen. Es werden mehr als vierzig Workshops angeboten. Flankiert werden diese Angebote von einem gemeinsamen Auftakt und Ende sowie der Möglichkeit zu unmittelbarem Austausch.

 

Die Anmeldung und Workshop-Auswahl erfolgen hier: beruf-trifft-religion.de

Die Veranstaltung ist bei der Lehrkräfteakademie akkreditiert. Die Lehrkräfte erhalten eine Teilnahmebescheinigung durch das jeweilige religionspädagogische Institut ihrer Landeskirche.

Leitung: Kristina Augst, RPI Darmstadt und alle anderen Berufsschuldozent*innen der EKD-Institute

 

 

11. Dezember (10:00 Uhr) – 12. Dezember (13:30 Uhr) 2021:

Adventsbesinnung des VKR – Islamische Mystik

Der interreligiöse Dialog stockt und leidet unter der politischen Rückbindung der in Deutschland lebenden Muslime an die Herkunftsländer (oft noch der Großeltern). Die Spiritualität kommt im interreligiösen Dialog oft zu kurz. Eine angemessene geistliche Haltung könnte jedoch einen gewichtigen Beitrag zur Lösung gemeinsamer Fragen leisten.                                                      
Das Wochenende zur islamischen Mystik soll biographische Zugänge über die Mystikerin Rabia von Basra und Dschelaleddin Rumi, den Gründer der Tanzenden Derwische, eröffnen. Eine systematische Einführung in den Sufismus erfolgt über Fariduddin Attars "Vogelgespräche".
Moderne muslimische Mystiker (Khan, Gülen) und der Versuch, über einen islamischen mystischen Text in Stille zu meditieren, werden nicht fehlen. Wir werden die Geburt Jesu aus dem Koran mit mystischer Interpretation lesen. Vielleicht kommen wir gemeinsam zur Formulierung von Merkmalen des geistlichen Dialogs der Religionen.

 

Ort: Franziskanisches Zentrum für Stille und Begegnung, Kreuzweg 23, 65719 Hofheim

Leitung: durch den VKR (Verband katholischer Religionslehrer*innen an berufsbildenden Schulen)

Referentin: Barbara Huber-Rudolf, Dr. theol. und Lizentiatin in Islamwissenschaften, Referentin für Interreligiösen Dialog mit Muslimen im Bistum Mainz, Lehrbeauftragte an der TU Darmstadt und der Kath. Hochschule Mainz

Anmeldung: bis 30. November bei: h.conze@v-k-r.de inklusive der Überweisung des TN-Beitrags

Kosten: 30 € VKR-Mitglieder; 50 € Partner; 70 € Nichtmitglieder

 

Vorschau:

4. – 5. Februar 2022:

Religionsunterricht in Bewegung – die ökumenische Tagung zum BRU: Scriptural Reasoning – eine Methode zum dialogischen Lernen

BRU wird meist im Klassenverband und damit in religiös und weltanschaulich heterogenen Lerngruppen erteilt. Scriptural Reasoning ist ein Ansatz aus dem interreigiösen Dialog, der auf die Auseinandersetzung mit den zentralen religiösen Schriften fokussiert. Dabei geht es weniger um das Feststellen von Gemeinsamkeiten als den Austausch über den Text und seine Bedeutung für die jeweiligen Teilnehmenden.

Die Tagung ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem RPI, dem PZ Naurod und dem VKR.

Ort: PZ Naurod; Wilhelm-Kempf-Haus, 65207 Wiesbaden-Naurod

Referent: Dr. Matthias Müller, Studienseminar Kassel

Leitung: Kristina Augst, RPI Darmstadt
Thomas Knögel, VKR

Kosten: 50 €

Anmeldung: über die Webseite des PZs

 

21. – 23. März 2022:

Tod und Trauer als Thema des Berufsschulreligionsunterrichts

Der Umgang mit Sterben und Tod ist ein zentrales Unterrichtsthema im RU. Die heterogene Zusammensetzung der Lerngruppen bietet besondere didaktische Chancen. Gemeinsam werden mögliche unterrichtliche Umsetzungen der Thematik und existentielle Fragestellungen diskutiert und entwickelt. Im Rahmen der Tagung wird das Museum für Sepulkralkultur in Kassel besucht.

Die Fortbildung wird von der Arbeitsgemeinschaft der Religionslehrer*innen in Oberhessen verantwortet und ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Bistum Mainz und dem RPI.

Ort: CVJM-Tagungshaus, Hugo-Preuß-Str. 40a, 34131 Kassel

Anmeldungen direkt an: hartmut.goeppel@bistum-mainz.de.

Leitung: Hartmut Göppel, Lic.-Theol., Schulamtsdirektor i.K., Bistum Mainz
Kristina Augst, RPI Darmstadt
Georg Meloni, Pastoralreferent

Kosten: 110 €

 

Sonstiges

Gemeinsames Modul der LiVs

Für die hessischen Referendar*innen der Fächer Ethik, Ev. und Kath. Religion konnte dieses Jahr wieder das gemeinsames Modul zum „dialogischen Lernen“ durchgeführt werden. Ausgangspunkt ist, die heterogene Lernsituation im Klassenverband didaktisch zu reflektieren und zu nutzen. Verantwortet und durchgeführt wird das Modul von den vier Ausbilder*innen für die Fächer und das RPI Darmstadt. In gemischten Gruppen setzten sich die LiVs mit der eigenen Haltung und Positionalität auseinander und planten Unterrichtsskizzen, in denen die Vielfalt der Lerngruppe das Lernarrangement prägt. 

 

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IMPRESSUM

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:
Koordinierungsgruppe BRU in Hessen (Andreas Greif, Marc Fachinger, Hartmut Göppel, Jan Schäfer, Kristina Augst)

Kristina Augst
Religionspädagogisches Institut der EKKW und der EKHN
Regionalstelle Darmstadt
Heidelberger Str. 44
64285 Darmstadt
Tel: 06151 - 273 665 - 0
Fax: 06151 - 273 665 - 29

Erreichbar unter: kristina.augst@rpi-ekkw-ekhn.de
Website: www.rpi-ekkw-ekhn.de

© by RPI der EKKW und der EKHN 2019
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