NEWS-DETAILS

Neuer Newsletter des RPI erschienen

Der Newsletter 10 / September 2017 ist raus. Mit Infos und Material zum Reformationsjubiläum, RU und Konfi Arbeit, viele Weblinks, eine Stellenausschreibung, ein neues Impulse Heft und vieles andere mehr...


"Liebe Kolleginnen und Kollegen,

"Unlängst in einer 4. Klasse, Religionsunterricht. Die Geschichte des blinden Bartimäus, der von Jesus geheilt wird. Die Lehrerin fragt, warum die Menschen nun so freundlich mit Bartimäus umgehen, wo sie ihn vor seiner Heilung doch schikanierten oder übersahen. Ein Schüler meldet sich eifrigst: "Weil der Jesus sie sonst alle blind gemacht hätte." Ein Moment Stille, Verblüffung im Gesicht der Lehrerin. Was sagt man denn dazu?.

Aber der Junge hat genau und sehr tief verstanden, um was es geht: Bartimäus hat einen Freund gewonnen und der ist stark, stärker als die anderen. Und nun geht es bei Bartimäus so zu wie eben vor 10 Minuten noch auf dem Schulhof: Freunde halten zusammen. Wie gut, dass ich einen starken Freund habe, zumindest stärker als die anderen. Ich sonne mich in dessen Schutz. Wenn Kinder theologisieren, lernen wir Erwachsene. In der gleichen Unterrichtsstunde ging es später darum, wie nun das Leben des Bartimäus weitergeht, nach der Begegnung mit Jesus und nach seiner Heilung. Klar, die Lehrerin zielte darauf ab, dass Bartimäus nun quasi in der Nachfolge Jesu erzählen wird von seinen Erlebnissen mit diesem Prediger und Heiler. Wieder meldet sich ein Schüler: "Der Bartimäus wird jetzt ein ganz reicher Kaufmann!"; "Ja wieso das denn?"; "Weil Sie doch gesagt haben, das Treffen mit Jesus hat alles anders gemacht. Früher war Bartimäus arm, jetzt wird er reich." Es ist ein Privileg, Religion in unseren Schulen unterrichten zu dürfen. Es ist nicht immer leicht, aber es macht reich. Kinder begleitend zur Seite stehen zu können, wenn diese sich "Ihren Reim" machen auf die alten Geschichten der Bibel, gibt es eigentlich keinen schöneren Beruf. Freuen Sie sich darüber, Religionslehrerin / Religionslehrer zu sein! Herzliche Grüße. Ihr Uwe Martini"

Dieser Text ist tatsächlich schon 15 Jahre alt. Im Jahre 2002 schrieb ich ihn als Vorwort eines Newsletters des RPA Gießen. Zufällig fiel er mir "beim Aufräumen" in den Sommerferien in die Hände. Es kam mir vor, als hätte ich diesen damaligen Text heute an mich selbst gerichtet. Manchmal tut es gut, sich zu vergewissern, was man eigentlich tut. Gibt es einen schöneren Beruf? Damals als Studienleiter des RPA habe ich noch mehr selbst unterrichtet, heute als Direktor des RPI versuche ich, meine Erfahrungen anderen Lehrkräften zur Verfügung zu stellen. Aber letztlich geht es uns allen doch immer nur um solche Jungens und Mädchen, die sich ihren Reim auf Gott und die Welt machen und wir dürfen ihnen dabei behilflich sein. Also: Freuen wir uns darüber! Freuen wir uns, Religion in Schule und Kirche unterrichten zu dürfen.

Ihr Uwe Martini, Direktor RPI

Inhalt

1. Reformationsjubiläum
2. RPI Impulse 3 /17: "Religion gemeinsam lernen"
3. Studienleiter für das RPI Mainz gesucht!!
4. Konfessioneller RU
5. Wettbewerbe
6. Vorankündigungen
7. Fit für den Unterricht8. Fundsachen im Web
9. Zur Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden
10. Digitale Welten
11. Interreligiöses Lernen
12. Inklusion
13. Neues Material
14. Videos und Filme
15. Das neue rpi-virtuell
16. Abraham
17. Lit Tipps
18. Die besondere Webseite: NARRT
19. Vortrag eines großen theologischen Lehrers
20. In eigener Sache: Neuer Interreligiöser Newsletter
21. Humor und Absurdes

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