Empfehlungen des RPI

Konfizeit und Corona-Virus Empfehlungen für EKKW und EKHN

Stand: 18. August 2020

 

Die Corona-Epidemie hat weiter Auswirkungen auf die Konfi-Arbeit. Die jüngsten Lockerungen der Beschränkungen eröffnen neue Möglichkeiten. Gleichzeitig wächst die Verantwortung vor Ort, die weiter bestehenden Einschränkungen in der eigenen Praxis zu befolgen und die notwendigen Schutzmaßnahmen besonnen umzusetzen.

Wir geben einige Empfehlungen, was für die Konfi-Arbeit im Moment zu bedenken ist. Die Konfirmandenarbeit wird von den Kirchengemeinden in Eigenverantwortung und damit in erfreulicher Vielfalt gestaltet. Unsere Empfehlungen wollen diese lokale Arbeit unterstützen, können die je eigene Verantwortung der Leitungsgremien vor Ort aber nicht ersetzen.


1. Konfi-Arbeit in der Corona-Zeit

Die Konfi-Arbeit muss unter Corona-Bedingungen an vielen Stellen angepasst werden, um den jeweils aktuellen Hygienebestimmungen gerecht zu werden. Dabei stellt sich nicht nur die Frage, was (rechtlich) möglich ist, sondern auch, was (pädagogisch) sinnvoll ist.

Da die Gemeinden in der Konfi-Arbeit einen hohen Grad an Eigenverantwortung haben, sind nur wenige allgemeine Hinweise möglich.

Grundsätzlich gilt in Hessen: Die Verordnung der Landesregierung vom 7. Mai (letzte Aktualisierung 1. August 2020) gibt für (außerschulische) Bildungsangebote inzwischen keine Obergrenze für die Gruppengröße mehr vor (§5). Allerdings müssen auch hier die allgemeinen Hygieneregelungen eingehalten werden. (Als Orientierung kann hier der Hygieneplan des Kultusministeriums dienen, s.u. Anlage)
Darüber hinaus empfehlen wir weiterhin, auch während der Arbeitsphasen den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten!

In Rheinland-Pfalz ist die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern in außerschulischen Bildungsveranstaltungen nach wie vor gesetzlich angeordnet.

Das für die genutzten Räumlichkeiten erstellte Hygienekonzept sollte auf die besonderen Bedingungen der eigenen Konfi-Arbeit hin angepasst und den beteiligten Familien zur Kenntnis gegeben werden.

Die Möglichkeiten, mit den Konfis über digitale Medien zu kommunizieren und mit digitalen Medien zu arbeiten, sollten weiter genutzt werden.

Sollten einzelne Konfis von Quarantäne-Maßnahmen betroffen sein (zum Beispiel innerhalb ihrer Schulklasse) sollte mit dem zuständigen Gesundheitsamt über mögliche Konsequenzen für die präsentischen Konfi-Treffen beraten werden. 
 

NEUER Jahrgang

Das neue Konfi-Jahr wird voraussichtlich noch viele Monate von den Corona-Bedingungen geprägt sein. Das erfordert eine Anpassung des eigenen Konzepts an die Corona-Bedingungen. Dazu gehören Entscheidungen über Gruppengrößen, neue Formen der Förderung der Gruppendynamik, aber auch die Neujustierung von Praktika, Exkursionen und anderen Gestaltungsformen.

Insbesondere ist zu empfehlen, sich auf den Ausfall einzelner wie auch mehrerer Konfis aufgrund von Quarantäne-Maßnahmen einzustellen. Bereits während des präsentischen Arbeitens sollten Wege etabliert werden, mit den Konfis auch zu Hause zu kommunizieren, sei es auf digitalem Wege (Videokonferenz, KonApp...), sei es auf analogem Weg (Etablierung einer Abholstelle für Post oder eines Austeilsystems).

Die Erfahrung zeigt, dass es schwer ist, über rein digitale Wege Beziehungen aufzubauen. Der Start in die Konfi-Zeit sollte daher intensiv dazu genutzt werden, in präsentischen Treffen Beziehungen zwischen Leiter*innen, Teamern und Konfis sowie der Konfis untereinander aufzubauen, von denen dann evtuell notwendige Phasen "at Home" und rein digital profitieren.   

Aktuelle Informationen und Praxismaterial aus unserem Institut finden sie auf unserer Sonderseite „Konfi in Corona-Zeit“: https://www.rpi-ekkw-ekhn.de/index.php?id=983. Dort sind auch unsere aktuellen Online-Fortbildungen aufgelistet, mit denen wir die Konfi-Arbeit unter Corona-Bedingungen unterstützen.

Mit unseren Kolleg*innen aus den religionspädagogischen Instituten der anderen Landeskirchen haben wir eine Plattform eingerichtet, auf der Vorschläge für Konfi-Arbeit unter Corona-Bedingungen (digital, @Home, mit Abstand...) gesammelt werden:
https://konfi-arbeit.de/konfidigital-konfihome/

 

„WARTENDE“

Zu Gruppen, die nach Abschluss ihrer Konfi-Zeit noch auf ihre (verschobene) Konfirmation warten, sollte bis zum Konfirmationstermin in regelmäßigen Abständen Kontakt gehalten werden.

 


2. Konfi-Freizeiten 

Die Lage bei den Freizeiten bleibt unsicher. Rechtlich gesehen sind sie möglich, zumal die Tagungshäuser auf die Einhaltung von Hygienebestimmungen eingerichtet sind. In Hessens Schulen sind Klassenfahrten aber auch Exkursionen bis 31. Januar 2021 abgesagt. Zu berücksichtigen ist daher, dass es schwierig werden könnte, Unterrichtsbefreiungen zu erhalten.

Fraglich ist auch, ob die geplanten Freizeiten unter den geltenden Hygienebedingungen sinnvoll durchzuführen sind.

Bei Fahrten in andere Bundesländer müssen zudem die dort geltenden Schutzbestimmungen eingehalten werden.

EKKW: Vgl.die Passagen zu Konfi-Rüstzeiten in den "Regelungen für die Konfirmandenarbeit...". 

EKHN: Vgl. die entsprechendenPassagen in "Grundsätze für das kirchliche Leben..."
 

3. Konfirmationen 

Vgl. Themenseite Konfirmation

 

 

Welche Erfahrungen haben sie mit Konfi-Arbeit unter „Corona-Bedingungen“?

Schreiben Sie uns! Wir können auf unserer Homepage gute Anregungen für andere zur Verfügung stellen.  

 

Über Rückfragen und gute Hinweise freuen wir uns:

Katja Simon (katja.simon@rpi-ekkw-ekhn.de)

Achim Plagentz (achim.plagentz@rpi-ekkw-ekhn.de )

 

www.rpi-konfirmandenarbeit.de

 

Anlage: Auszug aus dem Hygieneplan des hessischen Kultusministeriums (vom 12.08.2020):

1. Hygienemaßnahmen
Personen mit einer Symptomatik, die auf eine COVID-19-Erkrankung hindeutet, dürfen die Einrichtung nicht betreten. Die Hinweise „Umgang mit Krankheits- und Erkältungs-symptomen bei Kindern und Jugendlichen in Kindertageseinrichtungen, in Kindertages-pflegestellen und in Schulen“ sind zu beachten (Anlage 5).
Bei Auftreten solcher Symptome während der Unterrichtszeit sind die betreffenden Schülerinnen und Schüler zu isolieren. Die Sorgeberechtigten werden informiert und es wird empfohlen, mit dem behandelnden Kinderarzt, dem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 Kontakt aufzunehmen.
In Schulen (Schulgebäude und -gelände) ist, mit Ausnahme des Präsenzunterrichts im Klassen- oder Kursverband, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Diese Pflicht kann durch Entscheidung der Schulleiterin oder des Schulleiters nach Anhörung der Schulkon-ferenz ganz oder teilweise ausgesetzt werden; vor der Entscheidung kann die Beratung durch den schulärztlichen Dienst in Anspruch genommen werden. Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene sind wo immer möglich zu beachten. Die infektions-schutzrechtlichen Befugnisse der Gesundheitsämter, auf ein schulbezogenes Ausbruchsgeschehen zu reagieren, bleiben unberührt.
Darüber hinaus gelten folgende Schutz- und Hygienemaßnahmen:
• Verzicht auf Körperkontakt wie Umarmungen und Händeschütteln,
• Einhalten der Husten- und Niesetikette sowie
• gründliche Händehygiene.

Raumhygiene
Die Maßnahmen beziehen sich nicht nur auf Klassenräume, sondern auf alle Räume.  (...)
• Lüften: Es ist auf eine intensive Lüftung der Räume zu achten. Mindestens alle 45 Minuten ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen, wenn möglich auch öfter während des Un-terrichts.
• Reinigung: Auf eine regelmäßige Reinigung des Schulgebäudes ist zu achten. Eine routinemäßige Flächendesinfektion in Schulen wird auch in der jetzigen SARS-CoV-2-Pandemie durch das RKI nicht empfohlen. Hier ist die angemessene Reinigung völlig ausreichend.

Hygiene im Sanitärbereich
Es sind ausreichend Flüssigseifenspender und Einmalhandtücher bereitzustellen und aufzufüllen in einem Umfang, der es Schülerinnen und Schülern sowie dem Personal ermöglicht, eine regelmäßige Handhygiene ohne unangemessene Wartezeiten durchzu-führen. Unter Voraussetzung des sachgerechten Gebrauchs sind auch Stoffhandtuchrollen aus retraktiven Spendersystemen geeignet. Auffangbehälter für Einmalhandtücher müssen vorhanden sein.