Regelungen und Empfehlungen EKHN

Neue Regelungen in Hessen ab 23.01.2021 (betreffen alle Versammlungen: v.a. Pflicht zum Tragen medizinischer Masken):
Info Brief des Krisenstabs der EKHN

 

Grundsätze für das kirchliche Leben zum Schutz der Gesundheit in Versammlungen und Veranstaltungen von Kirchengemeinden, Dekanaten und Einrichtungen sowie Rahmenbedingungen für ein Infektionsschutz-Konzept vor Ort in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Stand: 12. Januar 2021

(Auszüge)

Der Krisenstab der EKHN hat Empfehlungen für kirchliches Handeln in Kirchengemeinden, Dekanaten und Einrichtungen im weiteren Verlauf der Corona-Krise zusammengestellt, die regelmäßig an geänderte Verordnungen der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz angepasst werden. Diese Empfehlungen gelten für die Zeit des teilweisen Herunterfahrens des öffentlichen Lebens vom 2. bis 30. November 2020.
Für Gottesdienste sind die Informationen in den Grundsätzen zum Schutz der Gesundheit in gottesdienstlichen Versammlungen und Rahmenbedingungen für ein Infektionsschutz-Konzept vor Ort in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zusammengestellt.
Alle aktuellen Informationen finden Sie auf der Homepage unter:
https://unsere.ekhn.de/corona

Derzeit gelten in Hessen die „Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona Pandemie (Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung vom 26. November, zuletzt geändert am 7. Januar 2021)“ für den 11. bis 31. Januar 2021 und in Rheinland-Pfalz die 15. Corona-Bekämpfungsverordnung vom 11. bis zum 31. Januar 2021.
Landkreise und kreisfreie Städte können strengere Allgemeinverfügungen als die Coronaverordnungen beschließen.
(...)

1. Öffnung der Gemeindehäuser, Nutzung kirchlicher Räume: Schutzkonzepte mit Hygienemaßnahmen immer erforderlich

Seit November 2020 sind alle kirchlichen Angebote der Freizeitgestaltung nicht mehr möglich. Nachfolgend ist beschrieben, welche Angebote noch aufrechterhalten werden können. Es gelten grundsätzlich die allgemeinen Verordnungen der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz, die auch für Gemeindehäuser und andere kirchliche Räumlichkeiten Anwendung finden. Beide Verordnungen sehen für Landkreise und kreisfreie Städte die Möglichkeit vor, weitergehende Regelungen zu treffen, die dann auch von kirchlichen Veranstaltern zu beachten sind und unmittelbar gelten.
Die Öffnung von Gemeindehäusern und die Nutzung kirchlicher Räumlichkeiten sind in Hessen und Rheinland-Pfalz nur in diesem Rahmen möglich. Voraussetzung ist, dass der Kirchenvorstand bzw. der Dekanatssynodalvorstand oder andere kirchliche Leitungsorgane für ihre Gemeinde(häuser) und jeden, für Zusammenkünfte oder Veranstaltungen genutzten Raum ein Schutzkonzept mit den jeweils erforderlichen Hygienemaßnahmen entwickelt und beschließt.

Für Nutzung von Räumen für Versammlungen, Veranstaltungen und Gruppenangebote gelten die folgenden grundsätzlichen Regelungen:
a) Es muss eine Konzeption zur Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen getroffen und umgesetzt werden.
b) Zwischen den Personen muss grundsätzlich immer ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Andernfalls müssen geeignete Trennvorrichtungen angebracht werden. Personen, die einem Hausstand angehören sowie eine weitere Person dürfen in Hessen auf eigenen Wunsch ohne Mindestabstand zusammensitzen. Gruppen dürfen sich nicht spontan zusammensetzen oder durch Veranstalter zusammengesetzt werden. Teilnehmende an kirchlichen Gruppenangeboten gehören immer zu einer Gruppe, die sich nicht selbst gebildet hat. Für sie gilt daher zwischen den Personen der Mindestabstand von 1,5 Metern.
c) Werden Räume von Gruppen genutzt, sollte die Gruppengröße 15 Personen nicht übersteigen. Die Landesregelungen sehen die Begrenzung auf diese Personenzahl nicht mehr vor. Wir empfehlen, diese Personenzahl als Richtgröße beizubehalten. Überschreitungen sind, wenn die Räumlichkeiten dies zulassen, möglich. Zwischen Personen, die nicht einem gemeinsamen Hausstand angehören, dürfen keine Gegenstände entgegengenommen und anschließend weitergereicht werden.
d) Geeignete Hygienekonzepte entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts müssen vorliegen:
- Persönliche Nahkontakte vermeiden (zum Beispiel Händeschütteln oder Umarmung zur Begrüßung)
- Hygieneregeln einhalten (Händewaschen, Husten- und Nies-Etikette),
- Hygieneartikel, insbesondere Desinfektionsmittel, zur Verfügung stellen,
- Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung kann am Sitzplatz abgenommen werden, sofern die Verordnungen keine durchgehende Bedeckungspflicht vorsehen.
- Regelmäßige Desinfektion von Händekontaktflächen (zum Beispiel Türklinken) und Sanitäreinrichtungen
- Regelmäßiges intensives Lüften von Räumen, Bevorzugung von Kontakten im Freien
Das regelmäßige, bedarfsgerechte Reinigen der Sanitäreinrichtungen ist zu planen. Aufgrund der weiteren, hohen Hygieneanforderungen an die Ausgabe von Speisen und Getränken sollte auf die Ausgabe von Speisen und Getränken verzichtet werden.
e) Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen müssen gut sichtbar angebracht sein.
f) Für jede Nutzung des Gebäudes oder einzelner Räumlichkeiten ist eine Teilnehmerliste, die Name, Vorname, Anschrift und Telefonnummer sowie Datum und Zeitraum der Anwesenheit der Personen enthält, zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu führen. Die erfassten personen-bezogenen Daten sind für die Dauer eines Monats ab Beginn der Veranstaltung geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte für die zuständigen Behörden vorzuhalten und auf Anforderung an diese zu übermitteln sowie unverzüglich nach Ablauf der Frist zu vernichten. Bei offenkundig falschen Angaben (Pseudonymen, "Spaßnamen") ist auf die korrekte Angabe der personenbezogenen Daten hinzuwirken oder vom Hausrecht Gebrauch zu machen. In Hessen finden die Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung zur Informationspflicht und zum Recht auf Auskunft zu personenbezogenen Daten keine Anwendung; die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind über diese Beschränkungen zu informieren.
g) Die Einhaltung der Schutzmaßnahmen muss durch eine verantwortliche Person gesichert sein.
Für einzelne spezielle Nutzungen enthalten die Verordnungen der Länder zusätzlich besondere Regelungen, die bei der jeweiligen Nutzung gesondert aufgeführt sind.

(...)

3. Gottesdienste (vgl. Grundsätze zum Schutz der Gesundheit in gottesdienstlichen Versammlungen und Rahmenbedingungen für ein Infektionsschutz-Konzept vor Ort in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau) und Krippenspiele

Der Kirchenvorstand entscheidet über die Durchführung von Gottesdiensten und beschließt das dazugehörige Schutzkonzept.
ie Möglichkeit mediale Gottesdienste zu feiern soll erhalten und ggf. weiterentwickelt werden, besonders für diejenigen, die (noch) nicht zum Gottesdienst kommen wollen oder können. Vorschläge für Gottesdienstformate, die die Umsetzung der Schutzkonzepte mit berücksichtigt, bietet das Zentrum Verkündigung der EKHN auf seiner Webseite an. (www.zentrum-verkuendigung.de)

(...)

7. Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden und andere unterrichtsähnliche Bildungsangebote

In Rheinland-Pfalz ist Konfirmandenarbeit nur digital möglich.

In Hessen ist die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden weiterhin möglich. Es wird jedoch empfohlen, zumindest solange von Präsenzunterricht abzusehen, wie auch die Schulen für die entsprechenden Jahrgänge die Präsenzpflicht aufheben.
Voraussetzung für Präsenzunterricht ist, dass ein vom Kirchenvorstand beschlossenes Schutzkonzept mit Hygienemaßnahmen für die genutzten Räumlichkeiten vorliegt. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vorzusehen. Wir empfehlen, an einer Gruppengröße von etwa 15 Teilnehmenden festzuhalten. Überschreitungen dieser Gruppengröße sind möglich, wenn die Räumlichkeiten dafür groß genug sind.
Das RPI hat Materialien und Empfehlungen für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden unten den derzeitigen Bedingungen zusammengestellt. (www.rpi-ekkw-ekhn.de/index.php?id=983 )

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12. Freizeiten und Ausflüge

Freizeiten und Ausflugsfahrten, auch Konfirmandentage, -wochenenden, -ausflüge oder -freizeiten, sind in Hessen und Rheinland-Pfalz derzeit nicht möglich. Es wird empfohlen, auf Freizeiten und Tagesausflüge bis mindestens März 2021 zu verzichten.

Wir gehen davon aus, dass die Situation der Pandemie auch im laufenden Jahr noch besondere Regelungen erfordert. Dies soll bei Planungen von Freizeiten für das laufende Jahr bedacht werden. Es sind derzeit keine Regelungen zur Erstattung von Stornogebühren durch die Gesamtkirche für das Jahr 2021 geplant.

Sollten zur Zeit der geplanten Durchführung deutsche oder ausländische Bestimmungen entsprechende Reisen verbieten, müssen diese Freizeiten abgesagt werden.

Der Fachbereich Kinder und Jugend im Zentrum Bildung bietet weitere Informationen zum Thema an: https://www.ev-jugendarbeit-ekhn.de/corona-extra/ 

 

 

Konfirmationen: 

"Konfirmation unter Schutzbestimmungen" des Zentrum Verkündigung