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Interreligiöser Newsletter
Ausgabe 10 / Mai 2022
EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser,

unser Newsletter erreicht Sie kurz nach den Osterferien mit aktuellen Infos zum Thema "Religionen in Schule und Gemeinde". Krisen und Kriege halten unseren Alltag und unser Leben in Atem. Schulen und Gemeinden sind herausgefordert, diese Themen angemessen und differenziert aufzugreifen. 

Neben all diesen Besorgnis erregenden Entwicklungen gibt es auch im Bereich des Interreligiösen Lernens/ Dialoges in Hessen Neues zu berichten.

Andreas Herrmann vom Zentrum Oekumene und Beauftrageter für den Interreligiösen Dialog/ Islam wechselt zur EKD nach Hannover. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!  Alles Gute für dich, lieber Andreas.

Begrüßen dürfen wir Peter Noss, Beauftragter für den Interreligiösen Dialog/ Judentum und Naher Osten - im Zentrum Oekume in Frankfurt. Alles Gute und viel Erfolg, lieber Peter.

Begrüßen können wir auch an dieser Stelle Judith Noa. Judith Noa ist seit kurzem verantwortlich für das Interreligiöse Lernen im Pädagogischen Zentrum Naurod (Wiesbaden) der katholischen Bistümer in Hessen. Herzlich Willkommen, liebe Judith! Damit freuen wir uns auch auf eine gemeinsame, ökumenische Zusammenarbeit.

Der Interreligiöse Newsletter wird damit sein Gesicht verändern. Zukünftig werden nicht nur das Zentrum Oekumene und das RPI sondern auch das PZ Naurod verantwortlich zeichnen. 

Nun wünschen wir viel Spaß beim Stöbern!

Judith Noa   &    Anke Kaloudis 



INHALT


Andreas Herrmann verabschiedet sich!

Liebe Leserin, lieber Leser,

im Oktober 2013 habe ich als Referent für den Interreligiösen Dialog mit dem Schwerpunkt Islam am Zentrum Oekumene der beiden hessischen Landeskirchen begonnen. Inzwischen sind 8 ½ Jahre vergangen. Ich habe in dieser Zeit viele gute Erfahrungen, Kooperationen, Veranstaltungen, Tagungen und Reisen machen dürfen. Dies und vor allem die damit einhergehenden Begegnungen mit Menschen im Interreligiösen Dialog haben die zurückliegenden Berufsjahre zu  einer erfüllten Zeit werden lassen. Dafür bin ich zutiefst dankbar. Nun führt mich mein Weg weiter. Ich werde am 1. Juni 2022 als Referent für den Interreligiösen Dialog beim Kirchenamt der EKD in Hannover beginnen. Ich bleibe also dem Themenfeld treu, wechsle aber die Funktion. Deswegen möchte ich mich an dieser Stelle von Ihnen verabschieden, mich für alles Engagement im Interreligiösen Dialog bedanken und von Herzen Mut, Ausdauer und  die nötige Gelassenheit in diesem herausfordernden Arbeitsfeld wünschen.

Herzliche Grüße und Gott befohlen.

Dr. Andreas Herrmann



Herzlich Willkommen Peter Noss!

Peter Noss stellt sich vor: "Seit Anfang des Jahres bin ich neu im Team des Zentrums Oekumene. Meine Zuständigkeit ist der Interreligiöse Dialog mit den Schwerpunkten „Judentum“ und „Naher Osten“. Schon die Stichworte verraten, dass diese Bereiche voller Herausforderungen sind. Seit vielen Jahren sind die EKHN und die EKKW im christlich-jüdischen Dialog aktiv. Das zeigt sich an den vielfältig geknüpften Beziehungen zu den jüdischen Gemeinden und Vertreter*innen des gegenwärtigen Judentums, die ich weiterführe. Im vergangenen Jahr waren die ökumenisch-dialogischen Aktionen #beziehungsweise und 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland gute Gelegenheiten für intensiven Austausch regional und deutschlandweit."

Zum ganzen Text von Peter Noss geht es hier!



Herzlich Willkommen Judith Noa!

Judith Noa stellt sich vor: "Hallo liebe Leser*innen des Interreligiösen Newsletters - ich freue mich nun Teil dieses Newsletters sein zu können! Seit Februar bin ich im Pädagogischen Zentrum der Bistümer im Lande Hessen Religionspädagogische Referentin für den Bereich Interreligiöses Lernen.

Um jetzt und in Zukunft Religion in der Schule unterrichten zu können, benötigt es ein hohes Maß an interreligiöser Sensibilität und Kompetenz. Darum hat das Pädagogische Zentrum eine Referentenstelle mit diesem Schwerpunkt versehen und ich bin glücklich die Stelle inne zu haben, denn das Interreligiöse ist mein Lebensthema. Ich freue mich auf viele Begegnungen, Impulse und Kontakte!"



Zum Verhältnis des Christentums zum Islam - Impulse für eine theologische Orientierung

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat vor Kurzem ein Impuspapier zum Verhältnis Chrisentum und Islam herausgegeben und schreibt dazu: "Mit der vorliegenden Textsammlung möchten wir gerne theologische Impulse zum Thema Das Verhältnis des Christentums zum Islam in die Diskussion der Kirchengemeinden und Arbeitsfelder der EKHN geben. Die Erstellung der Impulse ging aus von einem Auftrag der Kirchenleitung im Nachgang des Lutherjubiläums und der Frage, welche theologischen Herausforderungen sich für das Christentum in seinem Verhältnis zum Islam heute ergeben." Hier geht es zum Papier: Klicken!

Möglichkeiten der Bearbeitung im Unterricht:

Interreligiöses Lernen am Beispiel von Jesus und Mohammed – Unterrichtsbausteine für die SEK I, rpi Impulse 1-2015 : RPI Impluse 1-2015 10 Interreligiöses Lernen.pdf (rpi-ekkw-ekhn.de)

Interreligiöses Lernen und die Frage nach GottReligion unterrichten 2020 Jg. 1, Heft 1 | Vandenhoeck & Ruprecht Verlage (vandenhoeck-ruprecht-verlage.com

 



Beratung interreligiös und interkulturell

Ein Projekt an der IGS West Frankfurt

"Menschen sind unterschiedlich – und das ist auch gut so!" ist das Motto eines Beratungsprojekts an der IGS West in Frankfurt. Die beiden Lehrer Tahir Belabidia und Issam Hamrouni haben es ins Leben gerufen und werben an ihrer Schule so für ihr Projekt: 

"Menschen mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen treffen ständig aufeinander und lernen im besten Fall voneinander. Oft gibt es aber auch Missverständnisse oder Konflikte im Umgang miteinander. Wenn ihr kulturelle, religiöse oder politische Meinungsverschiedenheiten habt, dann wendet euch gerne vertrauensvoll an uns.
Wir versuchen gemeinsam einen Weg zu finden."

Wer Näheres zu diesem Beratungsprojekt wissen möchte, kann Herrn Belabidia (tahir.belabidia@schule.hessen.de) oder Herrn Hamrouni (issam.hamrouni@schule.hessen.de) kontaktieren.



Relithek.de: Weltreligionen im Überblick

Seit Kurzem gibt es auf relithek.de Erklärfilme zum Judentum, Christentum und Buddhismus, die kurz und knackig einen Überblick über die Weltreligionen liefern. Deutlich wird dabei auch, dass es nicht das Judentum, das Christentum, den Buddhismus usw., gibt, sondern jede Religion ganz unterschiedliche Facetten hat. Zur Webseite: Hier klicken!



Veranstaltungen

05.05.2022 (16.00 Uhr bis 18.00 Uhr): Online: Weltreligionen digital! Anmeldung: Hier klicken!

25.-29.5.2022: 102. Deutscher Katholikentag in Stuttgart mit umfangreichem Programm zu interreligiösen Themen. Programm und Anmeldung: Hier klicken!

30.06.2022: Tag der Religionslehre an der Goethe-Universität Frankfurt. Anmeldung und mehr Informationen: Hier klicken! 

Die Anmeldung erfolgt für die Veranstaltungen unter: frankfurt@rpi-ekkw-ekhn.de oder unter der Telefonnummer 069-92105 6693, sofern keine anderen Angaben in der Ausschreibung der Veranstaltungen genannt sind.



Material und Büchertipps

Interkultureller Klassenkalender: Welches Fest verbirgt sich hinter den Worten „Tu Bischwat“? Oder wie verhält es sich eigentlich mit dem muslimischen „Opferfest“? Nicht zu vergessen die christlichen Feiertage „Karfreitag“ und „Ostern“ oder auch „Fronleichnam“. Was steckt dahinter und welche Feste gibt es überhaupt in den Religionen? Feste und Feiern nehmen in den Religionen einen wichtigen Ort ein. Sie sind so etwas wie Visitenkarten. Wer mehr über die Hintergründe und die praktische Umsetzung in der Schule wissen will, erfährt etwas darüber im Interkulturellen Klassenkalender von Birte Friedrichs, Elena Padva und Claudia Römer. Hier klicken!

Religiöse Feiern in der Schule: Maßgeschneidert für eine heterogen vielfältige Schüler*innenschaft werden Eröffnungsworte, Lesungen, „Spielszenen“, Ansprachen, Gebete, Vorschläge für Musik und Abschiedsworte vorgestellt. Dabei hat das Autor*innenteam unterschiedliche Feieranlässe im Blick! Hier klicken!

Wie die Sterne an den Himmel kamen: Woher kommt alles? Die Sterne, die Pflanzen, die Tiere? Die "Elf Geschichten aus der Zeit unserer Vorfahren" erzählen den Himmelsreisen aus Japan, China, Iran, Ägypten, der griechischen und germanischen Mythologie und den Schöpfungserzählungen aus Judentum, Christemtum und Islam und vieles mehr! Hier klicken!

Hannes und Opa philosophieren: Sind Gott und Allah Freunde?: Eine Frage, die Hannes und sein Opa im Zwiegespräch erörtern. Teils nachdenklich, teils mit einem Augenzwinkern, aber immer auf Augenhöhe. Für neugierige kleine und große Leser*innen von 8 bis 108 Jahren. Bestellung und Kontakt zur Autorin: Hier klicken! 



Internetlinks

Thema "Jüdische Feste" für Kinder erklärt: z.B.: Was ist eigentlich Schawuot? - YouTube (zu jedem Fest gibt es ein kurzes Video)

Thema "Heilige Orte und Räume": Empfehlenswerte virtuelle Begegnungen in den Gotteshäusern von Judentum, Christentum und Islam sind hier zu finden: 

Clip einer Synagoge: Hier klicken!

Clip einer orthodoxen Kirche: Hier licken!

Clip einer Moschee: HIer klicken!

 



Denkanstoß

Feste verbinden!

Feste sind Gesichter der Religionen. Vor kurzem haben wir im Christentum das Osterfest gefeiert, im Judentum stand das Pessachfest im Vordergrund, heute beginnt im Islam das Ramadanfest und im Buddhismus findet bald eines der wichtigsten Feste, das Vesakh-Fest statt, bei dem Buddha eine zentrale Rolle spielt.

Feste und Feiern sind Ausdruck gelebten Glaubens. Religionen sind nicht nur "Kopfsache", sondern etwas für Augen, Herz und Mund. Man trifft sich, erinnert sich der eigenen religiösen Wurzeln, beschenkt sich, ist fröhlich miteinander. Außerdem durchbrechen religiöse Feste auf heilsame Weise den Alltag und machen das Herz und die Gedanken offen für Gott und die Menschen, die um mich sind. 

Ob Ostern, Pessach, Ramadan oder auch Vesakh: Religiöse Feste sind wie eine unsichtbare Schnur, die die Religionen verbindet. Dabei gibt es Unterschiede aber auch viel Gemeinsamkeiten. Man muss nur richtig hinschauen und die Feste "miteinander verbinden" ... . 

Unseren muslimischen Freund*innen und Bekannten ein schönes und erfülltes Ramadanfest!

(Anke Kaloudis)



IMPRESSUM

Der "Interreligiöse Newsletter" ist eine gemeinsame Publikation des Zentrums Oekumene der EKHN und der EKKW und des Religionspädagogsichen Institutes (RPI) der EKKW und der EKHN.

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Anke Kaloudis
Religionspädagogisches Institut der EKKW und der EKHN
Regionalstelle Frankfurt
Rechneigrabenstraße 10, 60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069 92107-299
anke.kaloudis@rpi-ekkw-ekhn.de
www.rpi-ekkw-ekhn.de

Andreas Herrmann
Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW
Praunheimer Landstraße 206, 60488 Frankfurt am Main
Tel.: 069 976518-69
herrmann@zentrum-oekumene.de
www.zentrum-oekumene.de

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