Newsletter nicht lesbar? Webversion anzeigen
Interreligiöser Newsletter
Ausgabe 39/ August 2026
EDITORIAL

Liebe Leser:innen,
ein neues Schuljahr beginnt - auf neuen Wegen – was trägt? Was geht mit? Wir wünschen Ihnen einen guten und glückenden Start mit all den Aufgaben, die vor Ihnen liegen. Möge in Zeiten des Umbruchs, in denen wir leben, die Menschenfreundlichkeit Gottes unser Maßstab sein.
Worte von der Künstlerin Cornelia Grzywa möchten wir gerne mit Ihnen teilen:

"Such dir einen Flügel aus"
"Mut" heißt der eine
und "Hoffnung" der andere
"Trotzdem" ein dritter
und da gäbe es noch "Vertrauen" und "Trost"
und "Geduld" ...
Was mich auch durchträgt
an diesem Tag -
in jedem Moment beflügelst Du mich!


Gottes begleitender Segen sei mit Ihnen!
Mit herzlichen Grüßen
Andreas Goetze, Sandra Abel, Judith Noa

 



INHALT


,,Siehst du mich oder weißt du schon? Selbst- und Fremdbilder religiöser Communities zwischen Wut und Humor“

5. Interreligiöser Kongress am 3. September im Jüdischen Museum Frankfurt

Wenn in der Schule über religiöse Communities gesprochen wird, greifen Lehrkräfte bisweilen auf dieselben Stereotypen zurück, die man aus den Medien kennt: Muslime erscheinen als junge, gewaltbereite Männer ohne familiäre Bindung, Christ*innen als langweilig oder rückwärtsgewandte „Tradwifes“ und Jüd*innen als melancholische Figuren.

Offene Fragen wie „Wo verortest du dich innerhalb deiner religiösen Bubble?“ oder „Was nervt dich an den Bildern, die andere von deiner Religion haben?“, finden im schulischen Alltag oft wenig Raum.

Unsere Fachtagung stellt sich bewusst diesem ungewohnten Blick auf Religiosität und fragt: Worüber lachst du? Welche Bilder über Religionen stecken in deinem Kopf? Welche Ansprache brauchen Schüler*innen, um sich gesehen und wohlzufühlen? Im Gespräch mit authentischen Stimmen aus den religiösen Communities hinterfragen wir die gewohnten Bilder unserer Wahrnehmungen und entdecken dabei auch das konstruktive Potenzial von Humor in religiösen Kontexten. Boujemaa Tajjiou eröffnet mit einem Comedy-Set „Muslim ist, wer trotzdem lacht“.

Die Veranstaltung bietet:
• Impulse, um im schulischen Alltag sensibel mit Zuschreibungen, Vorurteilen und Diskriminierung umgehen zu können
• Praxisnahe Vorschläge, wie Schüler*innen gegenüber Zuschreibungen im religiösen Kontext gestärkt werden können
• Social Media Praktiken und ihre Erschließung für den Unterricht.

Anmeldung unter: s.koerber@bistumlimburg.de 

Flyer der Veranstaltung: 26-36-04 Flyer_Interreligios_final_Mail.pdf 



Orthodoxes Christentum: Besuch der serbisch-orthodoxen Gemeinde in Frankfurt

Samstag, 05. September 2026, 11 - 13 Uhr

Allein im Rhein-Main-Gebiet leben rund 30.000 serbisch-orthodoxe Christ:innen. Bei einem Besuch der serbisch-orthodoxen Kirche der Auferstehung Christi lernen wir typische Elemente der orthodoxen Tradition kennen: Liturgie, Ikonen, Aufbau des Kirchenraums, Gemeindeleben und Formen der Frömmigkeit. Herr Arsenic führt in die Kirche ein und nimmt sich Zeit für unsere Fragen; im Anschluss kann der Kirchenladen besucht werden.

Weitere Infos und Anemldung hier



„Wer sind eigentlich die Christinnen und Christen im Nahen und Mittleren Osten?“

Mittwoch, 9. September, 19-20 Uhr (online) - In der Reihe „Um 7 - Aktuelles im Gespräch“ – Dialog für eine Stunde

Immer mehr werden sie marginalisiert: die Christen in der Region. Dabei gehören ihr spirituelles Erbe, ihre Traditionen, ihr Glaube zum Grundfundament im Nahen und Mittleren Osten. Sie leben zwischen Verzweiflung und Hoffnung, oft übersehen und wenig gehört. Was glauben und denken sie? Ein kleiner Einblick in die Vielfalt der Kirchenfamilien als einen reichen Schatz der Ökumene, der weit mehr ist als nur „evangelisch-katholisch“ …

Gesprächspartner: Dr. Andreas Goetze, Referent im Fachbereich Interreligiösen Dialog (Schwerpunkt Islam) und für Anliegen/ Fragen zu den Christinnen und Christen im Nahen und Mittleren Osten im Zentrum Oekumene in Frankfurt a.M. Schwerpunkt seiner Forschungen sind u.a. die orthodoxen und orientalischen Kirchenfamilien. Zahlreiche Studienaufenthalte führten ihn dazu nach Israel/ Palästina, Jordanien, Syrien, Ägypten, Armenien und in den Libanon.

Zoom-Link: https://zentrum-oekumene-de.zoom.us/j/61321140137?pwd=ugd7TUR4mheWZQV5Zbms0PKHhDCreJ.1

Meeting-ID: 613 2114 0137
Kenncode: 900749
Schnelleinwahl mobil: +49693807988

Veranstalter: Zentrum Ökumene der EKHN und EKKW in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Limburg (KEB Diözesan-Bildungswerk) und dem Religionspädagogisches Institut der EKKW und EKHN



Beratung und Begegnung

Religiöse und kulturelle Sensibilisierung für die Schule

In einer zunehmend vielfältigen Schullandschaft gewinnen interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen für Lehrkräfte immer mehr an Bedeutung. Die Fortbildungsreihe „Beratung und Begegnung“ bietet die Möglichkeit, die eigene professionelle Handlungssicherheit im Umgang mit religiöser und kultureller Diversität zu stärken.

Die Reihe umfasst acht aufeinander abgestimmte Module, die theoretische Impulse mit praxisnahen Erfahrungen verbinden. Die Anmeldung zu einzelnen Modulen ist möglich.

Im Mittelpunkt stehen zwei zentrale Perspektiven:
• Beratung: In den Veranstaltungen steht die Reflexion und Erweiterung der eigenen Beratungskompetenz im schulischen Kontext im Zentrum, insbesondere im Umgang mit religiös und kulturell geprägten Fragestellungen, Konflikten und sensiblen Situationen im Schulalltag.
• Begegnung: Im Rahmen der Fortbildung sind Besuche von religiösen Orten mit Begegnungen mit verschiedenen religiösen Gemeinschaften vorgesehen (Bahai-Tempel, Moschee, alevitisches Kulturzentrum, Synagoge). Die Veranstaltungen werden zusätzlich von Angehörigen der jeweiligen Religionsgemeinschaften begleitet. Dies ermöglicht authentische Einblicke in unterschiedliche religiöse Lebenswelten, fördert den Dialog und trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen sowie Verständnis und Respekt zu vertiefen.

Anmeldung und weitere Information zu dieser kostenfreien Veranstaltung: https://tinyurl.com/3zacf9aw



Online im Trialog

In diesem Schuljahr mit neuen, lebensnahen Themen!

Judentum, Christentum und Islam gehören zu den monotheistischen Weltreligionen. Sie teilen gemeinsame Wurzeln und stehen in einem engen historischen und theologischen Zusammenhang, auch wenn sie sich in Glaubensüberzeugungen und gelebter Praxis unterscheiden.

In unserer Veranstaltungsreihe greifen wir zentrale Themen auf und beleuchten sie aus jüdischer, christlicher und islamischer Perspektive.

Anmeldung und weitere Informationen unter: https://short-url.cc/1tdAe 



Lernen im Dialog 2.0

Religiöse Beiträge als Ressource für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen

Ob bei einer interreligiösen Lernreise auf dem Main, bei einer Obdachlosenspeisung im Bahnhofsviertel oder bei der Begegnung mit Religionsvertreter*innen aus dem Rat der Religionen: Die Fortbildungsreihe möchte die Potentiale des Dialogs mit anderen Religionen aufzeigen. Herzliche Einladung zu dieser kostenfreien Fortbildungsreihe! 

Anmeldung unter: rpi Veranstaltungen - 260909-Ab-F Lernen im Dialog 2.0 - Religiöse Beiträge als Ressource für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen - 4-teilige Reihe



Online: Interreligiöses Lernen mit religionen-entdecken.de

30. September 2026, 16 - 18 Uhr

Das Internetportal religionen-entdecken.de ist ein Schatz für das interreligiöse Lernen im Religions- und Ethikunterricht! In der Fächergruppe sind alle Lehrkräfte gefordert, Kindern Begegnungen mit religiösen Orten und Lebensweisen zu ermöglichen. Nicht immer kann man mit authentischen Personen zusammenarbeiten, die ihre Religion individuell darstellen. Dann braucht es Quellen, die für Kinder geeignet sind. In diesem Online-Seminar stellen wir das religionsübergreifende Portal religionen-entdecken.de vor und kommen mit dem Redakteur Moritz Vogel ins Gespräch. Wir nehmen uns Zeit dafür, die vielfältigen Möglichkeiten des Portals zu entdecken und uns über die Möglichkeiten zum Einsatz im Unterricht auszutauschen.

Infos und Anmeldung hier



Mehr als nur eine Begegnung

interreligiöse Schulbesuche durch ein Team von „meet2respect“

Jetzt für Ihre Schüler*innen planen und etwas Besonderes erleben - mehr als nur eine Begegnung!
Das interreligiöse Schulprojekt „meet2respect“ setzt ein starkes Zeichen für Respekt und Zusammenhalt.
Wie Verständigungsräume schaffen? Wie können wir Hass und Diskriminierung entgegenwirken? Was fördert gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Miteinander?
Authentische Vertreter*innen der jeweiligen Religion besuchen in Tandems oder auch Tridems (jüdisch-muslimisch-christlich) gemeinsam Schulklassen. Sie sprechen sich dabei klar gegen die Diskriminierung, Ausgrenzung und Beleidigungen Andersgläubiger aus und gehen miteinander und mit den Schulklassen in einen konstruktiven Dialog. Auch als Lehrkräfte-Fortbildung möglich!

Sie können solche Teams an ihre Schule holen. Wie das geht? Was zu beachten ist? Welche Möglichkeiten es gibt?
Fragen Sie nach bei Dr. Andreas Goetze im Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW unter: goetze@zentrum-oekumene.de

Homepage: https://zentrum-oekumene.de/themen/themen-materialien/religionen-interreligioeser-dialog/meet2respect



IMPRESSUM

Impressum

Der "Interreligiöse Newsletter" ist eine gemeinsame Publikation des PZ Hessen, des Zentrums Oekumene der EKHN und der EKKW und des Religionspädagogischen Institutes (RPI) der EKKW und der EKHN.

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Sandra Abel
Religionspädagogisches Institut der EKKW und der EKHN
Rechneigrabenstr. 10 - 60311 Frankfurt
Telefon: 06421-9690-301
sandra.abel@rpi-ekkw-ekhn.de
www.rpi-ekkw-ekhn.de

Andreas Goetze
Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW
Praunheimer Landstraße 206
60488 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 976518-69
goetze@zentrum-oekumene.de
www.zentrum-oekumene.de

Judith Noa
Pädagogisches Zentrum der Bistümer im Lande Hessen
Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod
06127 77 - 286
judith.noa@pz-hessen.de  
www.pz-hessen.de 


© by RPI der EKKW und der EKHN 2022

Der Abdruck und die Weiterverbreitung in elektronischen Datennetzen, auf Speichermedien und in Datenbanken ist nur mit Genehmigung der Herausgeber erlaubt.



Datenschutz | vom Newsletter abmelden

nach oben