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Interreligiöser Newsletter
Ausgabe 38/ Mai 2026
EDITORIAL

Liebe Leser:innen,
Anfang Mai, längere Sonnenzeiten, Frühlingsgefühle. Menschen spazieren am Frankfurter Mainufer entlang, die letzten Sonnenstrahlen fallen in ihre Gesichter. Auf einer Wiese an der Promenade sitzen junge Leute. Musik aus mitgebrachten Lautsprechern mischt sich mit den Stimmen angeregter Unterhaltungen. Keine Spur von Klimawandel, Kriegen, anderen Krisen. Wir brauchen solche Momente. Einfach genießen, eine gute Zeit haben. Durchatmen. Und dann auch: Erinnerung an Gottes Verheißung eines neuen Morgens. Sich aufrichten und freuen, österliche Zeit: „Gott hat uns in seiner Barmherzigkeit wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten“.
Wir wünschen Ihnen alles Gute und Gottes Segenskraft für den „Schuljahres-Endspurt“…
Mit herzlichen Grüßen
Andreas Goetze, Sandra Abel, Judith Noa

 



INHALT


Mittwoch, 6. Mai, 19-20 Uhr (online): Frieden wagen in herausfordernden Zeiten

Impuls und Gesprächspartnerin: Anja Vollendorf, Pfarrerin, Vorsitzende des ökumenischen friedenkirchlichen Netzwerks Church and Peace, Mitglied im Laurentiuskonvent, stellvertretende Dekanin und Stadtkirchenpfarrerin in Herborn in der Evangelischen Kirche

In der Reihe "Um 7 - Aktuelles im Gespräch" geht es diesmal um den Frieden in konfliktreichen Zeiten – wie kann das gehen? In Zeiten, in denen Krieg von autokratischen Herrschern als Mittel der Politik eingesetzt wird, wird eine pazifistische Haltung vielfach als naiv angesehen. Sicherheit durch Aufrüstung ist stärker in den Mittelpunkt gerückt. Das gilt auch für die umstrittene neue Friedensdenkschrift der Evang. Kirche in Deutschland (EKD) mit dem Titel „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick. Evangelische Friedensethik angesichts neuer Herausforderungen“. Passen der notwendige Schutz vor Gewalt – auch militärisch – und eine jesuanische Friedensethik zusammen? Was sind Bedingungen für den Weg hin zu einem gerechten Frieden? Wie können in einer Welt in Unordnung Gewalt und ihre Strukturen eingedämmt werden für eine lebenswerte Zukunft?
Moderation: Dr. Andreas Goetze, Zentrum Oekumene

Zoom-Link: zentrum-oekumene-de.zoom.us/j/64020608278


Meeting-ID: 640 2060 8278
Kenncode: 123249
Schnelleinwahl mobil +496950500951

Veranstalter: Zentrum Ökumene der EKHN und EKKW in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Limburg (KEB Diözesan-Bildungswerk) und dem Religionspädagogisches Institut der EKKW und EKHN



Demokratiebildung durch Interreligiöses Begegnungslernen - ein Online-Crashkurs

19.5.2026/ 15-17 Uhr

Wollen Sie als Lehrkraft bei ihren Schülerinnen und Schülern Demokratiebildung fördern und der Diskriminierung sowie der Radikalisierung entgegenwirken?
Diese Online-Fortbildung will Lehrkräfte dazu befähigen, dass Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher religiöser und säkularer Weltsichten
- Vorurteile abbauen
- respektvoll in den Dialog kommen
- sich mit verschiedenen Weltsichten auseinandersetzen
- Dialog- und Konfliktlösungsfähigkeiten weiterentwickeln
- Anerkennung und Empathie zeigen

Anmeldung unter: https://www.pz-hessen.de/fortbildung/gesamtangebot/search-result?search=26-21-02



Montag, 08. Juni, 9.00-10.30/ 11.00-12.30 Uhr: (Kostenfreies) Workshop-Angebot für zwei Schulklassen ab Klasse 9

Selbst einmal die Kalligraphie-Kunst kennenlernen und ausprobieren

Schon mal auf Arabisch geschrieben? Und dazu noch in schönen Buchstaben? Das nachfolgende Angebot eines Kalligraphie-Workshops am Montag, den 8. Juni in der Evang. Akademie Frankfurt a.M., Am Römerberg 9 macht es möglich!

Es gibt an diesem Montagvormittag die Möglichkeit für zwei Schulklassen, an einem Workshop mit dem Kalligraphie-Künstler Shahid Alam von 9-10.30 Uhr und von 11.00-12.30 Uhr teilzunehmen. Die Gruppengröße kann 10-18/ 20 Schülerinnen und Schüler betragen. Es ist auch möglich, dass Lehrkräfte an dem Angebot teilnehmen.

Alle Details und der Hintergrund des Angebots (inkl. Bilder, die einen Eindruck von Shahid Alams Arbeit geben) finden sich hier.



Montag, 08. Juni, 19.00 Uhr: Tora, Bibel und Koran mit allen Sinnen begegnen

Interreligiöse Kalligraphie-Performance, Rezitation, interreligiöses Podium

Ort: Evangelische Akademie Frankfurt a.M., Am Römerberg 9
Eintritt frei!

Tora, Bibel und Koran sind mehr als bloß Bücher. Sie haben eine ästhetische und spirituelle Dimension. Wir wollen sie als Heilige Schriften wahrnehmen in ihrem Klang und ihrer Bildkraft, durch Schrift-Rezitationen (Hebräisch, Aramäisch, Arabisch) und durch die Kunst der Kalligraphie. Mit einer live zu erlebenden Kalligraphie-Performance und mit einem interreligiösen Podium wird ein Dialog angeregt, der die gemeinsamen spirituellen Schätze heben möchte.

Mitwirkende u.a.
Shahid Alam, Kalligraphie-Künstler, Aachen
Dr. Andreas Goetze, Referent im Bereich interreligiöser Dialog im Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW, Frankfurt a.M.
Abrahamisches Team mit Petra Kunik (jüdisch), Susanna Faust-Kallenberg (christlich), Jasmina Makarevic (muslimisch)
Schrift-Rezitationen auf Hebräisch, Aramäisch und Arabisch mit Leah Frey-Rabine, jüdische Kantorin, und zwei weiteren Rezitatoren aus dem Bosniakischen Kulturzentrum Frankfurt a.M. sowie aus der syrisch-orthodoxen Gemeinde in Frankfurt a.M.
Musik: Gerald Ssebudde, Klavier (angefragt)

Kooperationspartner*innen: Evangelische Kirche in Frankfurt a.M. und Offenbach, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Frankfurt a.M., Abrahamisches Forum Deutschland e.V. , Bosniakisches Kulturzentrum Frankfurt a.M., Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW, Frankfurt a.M., Evang. Akademie Frankfurt a.M., gefördert vom Amt für Multikulturelle Angelegenheiten (AmkA), Frankfurt a.M.

 



Freitag 19. – Samstag, 20. Juni 2026: Mehr als lesen und rezitieren - Koran und Bibel zwischen Spiritualität und kritischer Lektüre

Christlich-islamische Tagung mit Impulsen, Workshops und Kalligraphie-Performance

Ort: Evang. Akademie Hofgeismar (bei Kassel)
Weitere Informationen und Anmeldung über:
https://akademie-hofgeismar.de/event/mehr-als-lesen-und-rezitieren-koran-und-bibel-zwischen-spiritualitaet-und-kritischer-lektuere/

Bibel und Koran sind wirkmächtige Bücher. Sie haben über Jahrhunderte Bild- und Denkwelten bestimmt. Wie können wir Bibel und Koran heute als spirituelle Schätze und Ressourcen wahrnehmen – und uns zugleich mit rassismuskritischen, postkolonialen und antisemitismuskritischen Perspektiven auf die Heiligen Schriften auseinandersetzen?
Die Tagung sucht nach kontextuellen und lebensbezogenen Verstehensweisen und möchte Koran und Bibel als Klang- und Wahrnehmungsraum neu entdecken. 

Mit Prof. Dr. Mohammed Nekroumi, Lehrstuhl für Islamisch-Religiöse Studien, Universität Erlangen-Nürnberg; Pfr.in Dr.in Christine Schlund, Lehrbeauftragte für Neues Testament an der Evang. Hochschule Berlin, Shahid Alam, Kalligraphie-Künstler (zeigt eine Kalligraphie-Performance); Dr. Andreas Goetze, Referent für interreligiösen Dialog, Schwerpunkt Islam und Christ*innen im Mittleren Osten, Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW u.a. 

Die Veranstaltung ist akkreditiert.



Jüdische Geschichte, Kultur und Religion individuell - im Umfeld Ihrer Schule oder Gemeinde

"Zerbrechliche Nachbarschaft. Gedenkbuch der Synagogen und jüdischen Gemeinden in Hessen“ am Buber-Rosenzweig-Institut der Universität Frankfurt

Möchten Sie mit Ihrer Klasse oder Konfi-Gruppe jüdische Geschichte im Umfeld Ihrer Schule oder Gemeinde erforschen, zu (ehemaligen) Synagogen oder jüdischen Bildungs- und Wohlfahrtseinrichtungen der Region arbeiten oder im Rahmen von Projekttagen die Auswirkungen der Novemberpogrome 1938 auf die unterschiedlichen Lebensbereiche von jüdischen Jugendlichen in Hessen untersuchen, unterstützt und berät Sie gerne das Projekt „Zerbrechliche Nachbarschaft. Gedenkbuch der Synagogen und jüdischen Gemeinden in Hessen“ am Buber-Rosenzweig-Institut der Universität Frankfurt. Eine wissenschaftlich-pädagogische Mitarbeiterin kann vor Ort mit Ihren Schülerinnen und Schülern mit bereits vorhandenen oder individuell entwickelten Materialien arbeiten oder Fortbildungen für Lehrkräfte zu verschiedenen Themen der jüdischen Geschichte, Kultur und Religion nach individuellen Bedürfnissen konzipieren und anbieten.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Stefanie Nathow, s.nathow@em.uni-frankfurt.de



Mehr als nur eine Begegnung – interreligiöser Schulbesuch durch ein Team von „meet2respect"

Holen sie sich ein interreligiöses Team an Ihre Schule!

Wie Verständigungsräume schaffen? Wie können wir Hass und Diskriminierung entgegenwirken? Was fördert gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Miteinander?

Das interreligiöse Schulprojekt „meet2respect“ setzt ein starkes Zeichen für Respekt und Zusammenhalt. Authentische Vertreter*innen der jeweiligen Religion besuchen in Tandems oder auch Tridems (jüdisch-muslimisch-christlich) gemeinsam Schulklassen. Sie sprechen sich dabei klar gegen die Diskriminierung, Ausgrenzung und Beleidigungen Andersgläubiger aus und gehen miteinander und mit den Schulklassen in einen konstruktiven Dialog. Auch als Lehrkräfte-Fortbildung möglich!
Sie können solche Teams an ihre Schule holen. Wie das geht? Was zu beachten ist? Welche Möglichkeiten es gibt? Fragen Sie nach!
Infos über https://www.zentrum-oekumene.de/de/themen-materialien/religionen-interreligioeser-dialog/meet2respect
Mailkontakt: goetze@zentrum-oekumene.de



IMPRESSUM

Impressum

Der "Interreligiöse Newsletter" ist eine gemeinsame Publikation des PZ Hessen, des Zentrums Oekumene der EKHN und der EKKW und des Religionspädagogischen Institutes (RPI) der EKKW und der EKHN.

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Sandra Abel
Religionspädagogisches Institut der EKKW und der EKHN
Rechneigrabenstr. 10 - 60311 Frankfurt
Telefon: 06421-9690-301
sandra.abel@rpi-ekkw-ekhn.de
www.rpi-ekkw-ekhn.de

Andreas Goetze
Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW
Praunheimer Landstraße 206
60488 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 976518-69
goetze@zentrum-oekumene.de
www.zentrum-oekumene.de

Judith Noa
Pädagogisches Zentrum der Bistümer im Lande Hessen
Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod
06127 77 - 286
judith.noa@pz-hessen.de  
www.pz-hessen.de 


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