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Interreligiöser Newsletter
Ausgabe 37/ April 2026
EDITORIAL

Liebe Leser:innen,


jeden Tag dreht sich die Gewaltspirale im Nahen und Mittleren Osten weiter, ein Ende scheint nicht in Sicht. Von österlicher Zeit keine Spur. Verzweiflung, Angst, Leid und Tod überwiegen. Ja, es ist nicht leicht, auf das Gute zu vertrauen. Das war es noch nie. Die Fragen sind da: Siegt das Leben oder siegt der Tod? Die Gewalt oder der Frieden? Die Furcht oder der Hoffnungsmut? Wir möchten festhalten an dem österlichen Licht, dem neuen Leben, zaghaft und zugleich mit leiser Trotzkraft. Eine kleine Kerze kann einen großen Raum erhellen ... So wünschen wir Ihnen viel Segenskraft für Sie und für Ihren Schulalltag in diesen aufwühlenden Zeiten - und verbinden diesen Wunsch mit einem österlichen Segenswort:


Geht in der Kraft, die euch gegeben ist;
geht einfach und klug;
geht leichtfüßig und in Gemeinschaft,
geht zart und zuversichtlich.
Tut, was dem Frieden dient
und haltet Ausschau nach der Liebe.
Gottes Kraft trage euch.
Gottes Liebe bewahre euch.
Gottes Heilige Geistkraft geleite euch.
 

Mit österlichen Grüßen
Andreas Goetze, Sandra Abel, Judith Noa

 



INHALT


Mittwoch, 15. April, 19-20 Uhr (online): Libanon – mitten im Krieg – versinkt das Land im Chaos? Das „Land der Zedern“ zwischen Trauma und der Suche nach Hoffnungsspuren

Impuls und Gesprächspartnerin: Friederike Weltzien, Pfarrerin i.R., viele Jahre im Libanon, Trauma-Therapeutin

In der Reihe "Um 7 - Aktuelles im Gespräch" geht es um die Menschen im Libanon und um Einblicke jenseits der medialen Berichte. Friederike Weltzin ist biographisch wie von Herzen eng mit dem Libanon verbunden. Sie wuchs teilweise in Beirut auf und war mit ihrem Mann Uwe von 1999 bis 2008 Pfarrerin in der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde zu Beirut. Dort bringt sie sich immer wieder, wenn nötig, als Vertretung ein, ansonsten arbeitet sie als Traumtherapeutin für den Verein Frieden und kultureller Austausch- Libanon e.V. in dem Begegnungszentrum Dar Assalam in Wardaniye, was nach der Zerstörung durch israelische Bomben wieder im Aufbau ist. Sie war zuletzt in den palästinensischen Flüchtlingslagern des Libanon unterwegs, um Sozialarbeiterinnen und Psychologinnen vor Ort fortzubilden.

Wie leben die Menschen in einer Situation ständiger Bedrohung? Die israelischen Drohnen begleiten den Alltag und die Bombardierungen gehen täglich weiter. Könnte die Entwaffnung der Hisbollah gelingen und damit dem Libanon die Chance auf einen wirtschaftlichen Aufschwung eröffnen? Welche Perspektiven gibt es für eine bessere Zukunft? Was sind die Hoffnungsmomente?

Zoom-Link: https://zentrum-oekumene-de.zoom.us/j/67002804545?pwd=VMZx0mp9rHUHGtPbUUZJug2Yyd0ZYR.1

Meeting-ID: 670 0280 4545
Kenncode: 126811
Schnelleinwahl mobil: +496938079884

Veranstalter: Zentrum Ökumene der EKHN und EKKW in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Limburg (KEB Diözesan-Bildungswerk) und dem Religionspädagogisches Institut der EKKW und EKHN



Religionssensibel feiern - Ein interreligiöser Studientag für Studierende, LiV und Lehrkräfte

Dienstag, 21. Apr. 2026, 9 - 16 Uhr

Feste und Rituale prägen unser Miteinander. In einer vielfältigen Gesellschaft und Schulgemeinde stellt sich jedoch immer wieder die Frage: Wie können wir so feiern, dass sich alle gesehen, respektiert und eingeladen fühlen?
An diesem Studientag beschäftigen wir uns mit grundlegenden Haltungen, die es ermöglichen, Vielfalt wertschätzend zu gestalten – so, dass das Eigene bewahrt bleibt und gleichzeitig Raum für andere entsteht. Unterschiedliche religiöse und kulturelle Hintergründe zu berücksichtigen, ohne jemanden zu überfordern oder auszuschließen, birgt sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Im Mittelpunkt stehen Achtsamkeit, Empathie, echtes Interesse und die Suche nach kreativen Lösungen, die Gemeinschaft stärken.
Interreligiös und interkulturell zu leben, öffnet neue Horizonte. Wer neugierig bleibt, kann diese Vielfalt als Bereicherung erfahren.
Nach inhaltlichen Impulsen von Dr. Hamideh Mohagheghi werden in Workshops konkrete Möglichkeiten zur Umsetzung in der schulischen Arbeit angeboten und bedacht.
Die Fortbildung ist für Lehramtsstudierende, LiV und Lehrkräfte mit den Fächern Religion und Ethik konzipiert und möchte den Austausch untereinander ermöglichen und fördern.


Dies ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Goethe-Uni Frankfurt.

Zielgruppe: Grundschule, Sekundarstufe I, Berufliche Schulen

Veranstaltende: Sandra Abel, rpi Frankfurt, Friederike Arning, Rektorin am Studienseminar GHRF Bad Vilbel, Frau Bettina Martin, Pädagogische Mitarbeiterin , Uni Frankfurt

Veranstaltungsort: RPI Frankfurt, Rechneigrabenstr. 10, 60311 Frankfurt

Infos im Flyer und Anmeldung hier



Demokratiebildung durch Interreligiöses Begegnungslernen - ein Online-Crashkurs

19.5.2026/ 15-17 Uhr

Wollen Sie als Lehrkraft bei ihren Schülerinnen und Schülern Demokratiebildung fördern und der Diskriminierung sowie der Radikalisierung entgegenwirken?
Diese Online-Fortbildung will Lehrkräfte dazu befähigen, dass Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher religiöser und säkularer Weltsichten
- Vorurteile abbauen
- respektvoll in den Dialog kommen
- sich mit verschiedenen Weltsichten auseinandersetzen
- Dialog- und Konfliktlösungsfähigkeiten weiterentwickeln
- Anerkennung und Empathie zeigen

Anmeldung unter: https://www.pz-hessen.de/fortbildung/gesamtangebot/search-result?search=26-21-02



Interreligiöser Medientipp für den Einsatz im Unterricht: 13 Führerscheine (Dokumentarfilm)

von Irina Grassmann, Medienzentrale der EKHN

13 Führerscheine
Dokumentarfilm von Ryoya Terao
Deutschland/USA 2023, 27 Minuten

 

Ein Fund im Keller der KFZ-Zulassungsstelle sorgt in der bayrischen Kreisstadt Lichtenfels 2017 für Aufsehen: 13 Führerscheine von jüdischen Mitbürger*innen, die 1938 eingezogen wurden. Die Frage, was aus den Menschen geworden ist, lässt dem Landrat keine Ruhe. Er geht einen ungewöhnlichen Weg und gibt die Dokumente an das örtliche Gymnasium, um sie historisch zu erschließen. 14 Schüler*innen beschäftigen sich daraufhin im Rahmen eines Projektseminars mit den Biografien. Es gelingt ihnen, in den USA, Israel und Argentinien Überlebende und deren Nachkommen zu finden. Ein reger Austausch findet statt, Freundschaften entwickeln sich. Emotionaler Höhepunkt ist schließlich die Rückgabe der Führerscheine an die Angehörigen. Das Projekt baute Brücken zu neuer Begegnung, Verständigung und Versöhnung und bedeutete auch für Lichtenfels und seine Bewohner*innen ein neues historisches Bewusstsein. Der Film ist mit Arbeitsmaterialien ausgestattet. Er kann sowohl in Gänze als auch in thematischen Kapiteleinteilungen geschaut werde und mag auch als Anlass genommen werden, sich mit regionalen geschichtlichen Ereignissen zu beschäftigen und ein eigenes Projekt zu initiieren. (ig)

 

Hier finden Sie im Medienportal Informationen zum Film:

https://medienzentralen.de/medium/13-fuhrerscheine/d13fb944-bde9-47df-bdbc-af836f040202?company=b5e08a75-4c5d-49f3-ae34-fdf147598812&term=13%20F%C3%BChrerscheine



Jüdische Geschichte, Kultur und Religion individuell - im Umfeld Ihrer Schule oder Gemeinde

"Zerbrechliche Nachbarschaft. Gedenkbuch der Synagogen und jüdischen Gemeinden in Hessen“ am Buber-Rosenzweig-Institut der Universität Frankfurt

Möchten Sie mit Ihrer Klasse oder Konfi-Gruppe jüdische Geschichte im Umfeld Ihrer Schule oder Gemeinde erforschen, zu (ehemaligen) Synagogen oder jüdischen Bildungs- und Wohlfahrtseinrichtungen der Region arbeiten oder im Rahmen von Projekttagen die Auswirkungen der Novemberpogrome 1938 auf die unterschiedlichen Lebensbereiche von jüdischen Jugendlichen in Hessen untersuchen, unterstützt und berät Sie gerne das Projekt „Zerbrechliche Nachbarschaft. Gedenkbuch der Synagogen und jüdischen Gemeinden in Hessen“ am Buber-Rosenzweig-Institut der Universität Frankfurt. Eine wissenschaftlich-pädagogische Mitarbeiterin kann vor Ort mit Ihren Schülerinnen und Schülern mit bereits vorhandenen oder individuell entwickelten Materialien arbeiten oder Fortbildungen für Lehrkräfte zu verschiedenen Themen der jüdischen Geschichte, Kultur und Religion nach individuellen Bedürfnissen konzipieren und anbieten.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Stefanie Nathow, s.nathow@em.uni-frankfurt.de



Mehr als nur eine Begegnung – interreligiöser Schulbesuch durch ein Team von „meet2respect"

Holen sie sich ein interreligiöses Team an Ihre Schule!

Wie Verständigungsräume schaffen? Wie können wir Hass und Diskriminierung entgegenwirken? Was fördert gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Miteinander?

Das interreligiöse Schulprojekt „meet2respect“ setzt ein starkes Zeichen für Respekt und Zusammenhalt. Authentische Vertreter*innen der jeweiligen Religion besuchen in Tandems oder auch Tridems (jüdisch-muslimisch-christlich) gemeinsam Schulklassen. Sie sprechen sich dabei klar gegen die Diskriminierung, Ausgrenzung und Beleidigungen Andersgläubiger aus und gehen miteinander und mit den Schulklassen in einen konstruktiven Dialog. Auch als Lehrkräfte-Fortbildung möglich!
Sie können solche Teams an ihre Schule holen. Wie das geht? Was zu beachten ist? Welche Möglichkeiten es gibt? Fragen Sie nach!
Infos über https://www.zentrum-oekumene.de/de/themen-materialien/religionen-interreligioeser-dialog/meet2respect
Mailkontakt: goetze@zentrum-oekumene.de



IMPRESSUM

Impressum

Der "Interreligiöse Newsletter" ist eine gemeinsame Publikation des PZ Hessen, des Zentrums Oekumene der EKHN und der EKKW und des Religionspädagogischen Institutes (RPI) der EKKW und der EKHN.

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Sandra Abel
Religionspädagogisches Institut der EKKW und der EKHN
Rechneigrabenstr. 10 - 60311 Frankfurt
Telefon: 06421-9690-301
sandra.abel@rpi-ekkw-ekhn.de
www.rpi-ekkw-ekhn.de

Andreas Goetze
Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW
Praunheimer Landstraße 206
60488 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 976518-69
goetze@zentrum-oekumene.de
www.zentrum-oekumene.de

Judith Noa
Pädagogisches Zentrum der Bistümer im Lande Hessen
Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod
06127 77 - 286
judith.noa@pz-hessen.de  
www.pz-hessen.de 


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