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Interreligiöser Newsletter
Ausgabe 36/ März 2026
EDITORIAL

Liebe Leser:innen,
auch in diesem Jahr liegt die christliche und muslimische Fastenzeit weitgehend parallel. Mitte Februar begann der islamische Fastenmonat Ramadan und seit Aschermittwoch bereiten sich Christinnen und Christen auf das wichtigste Fest der Christenheit vor, das Osterfest: das Fest der Auferstehung Jesu, der Feier des neuen Lebens, der Neuschöpfung der Welt, des Menschen. Diese gemeinsame Besinnung auf Wesentliches ist eine Botschaft der Verbundenheit; eine Gelegenheit zur Besinnung, zum Innehalten und zur Neuorientierung unseres Lebens, zur Ausrichtung auf Gott. Wie führe ich einen Lebensstil, der keinem anderen schadet? Der dem Frieden dient? Einen Lebensstil, der die Würde jedes Menschen achtet und nicht diskriminiert? In diesem Sinne eröffnet die Fastenzeit einen Freiraum für die eigene Seele; eröffnet neue Perspektiven – gerade auch für den Dialog.

Es grüßen Sie herzlich,
Andreas Goetze, Sandra Abel, Judith Noa

 



INHALT


Online: Multireligiöse Schulfeiern friedlich gestalten. Ein Angebot für Lehrkräfte und Schulleitungen aller Schulformen und alle Interessierte

Dienstag, 10. März 2026, 15 - 17 Uhr

Schulgottesdienste können so gestaltet werden, dass alle Schülerinnen und Schüler und ihre Familien gesehen und einbezogen werden, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit. In einer bunt gemischten Schulgemeinde bietet es sich an, die Grenzen des konfessionellen Gottesdienstes zu weiten, hin zu einer multireligiösen Feier. Wie kann das gelingen? Welche Formen, Texte und Segenshandlungen sind möglich? Was ist in der Vorbereitung unerlässlich und welche rechtlichen Vorgaben sind zu beachten? Über diese Fragen kommen wir in unserem Angebot ins Gespräch und stellen Material für Einschulungsgottesdienste und Abschlussgottesdienste vor.

 

Zur Anmeldung hier klicken



Online: Wunder - Geheimnisse des Himmels Blitzlichter aus den abrahamischen Religionen

Online-Workshop zu Unterrichtsbausteinen für die Klassenstufen 5 – 7, Donnerstag, 12. März 2026, 16 - 18 Uhr

Wundergeschichten sind zentrale Elemente religiöser Traditionen. In Judentum, Christentum und Islam gelten Wunder als Zeichen göttlicher Existenz. Sie zeigen G’ttes[1] Wirken und laden dazu ein, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Wunder regen zum Nachdenken über Glauben, Wirklichkeit und Hoffnung an. Zudem eröffnet die Beschäftigung mit drei Wundergeschichten aus den genannten Religionen ein weiteres Verständnis für verschiedene Glaubensvorstellungen und für religiöse Vielfalt in unserer pluralen Gesellschaft.

In der Veranstaltung sollen Unterrichtsbausteine vorgestellt und exemplarisch ausprobiert werden.

[1] Aus Respekt vor jüdischer Tradition verwenden wir in dieser Einheit die Schreibweise »G’tt«. Im Judentum gilt der Gottesname als heilig und wird oft nicht ausgeschrieben. Diese Form soll religiöse Sensibilitäten achten und einen wertschätzenden Umgang fördern.

Zielgruppe: Sekundarstufe I, Interreligiöses Lernen, Alle Interessierten

Veranstaltende: Sandra Abel, RPI Frankfurt, Anke Trömper, RPI Kassel

Infos und Anmeldung hier



18. März, 18.00 - 19.30 Uhr (online): Frieden wagen - aber wie?

christliche Friedenshoffnung in unsicheren Zeiten - mit Blick auf die Friedensdenkschrift der EKD

zur online-Veranstaltung anmelden:https://www.zbg-ekhn.de/veranstaltungen/
kurs/2-Online-Christliche-Friedenshoffnung-in-unsicheren-Zeiten/2026-D-034

Frieden und Versöhnung sind biblische, theologische und kirchliche Kernthemen. In der aktuellen politischen Lage scheinen jedoch pazifistische Überzeugungen und alle Grundannahmen der Friedenspolitik erschüttert. Zudem ist die öffentliche Auseinandersetzung stark polarisiert und sorgt zunehmend für Verunsicherung. In diesem Kontext ist die Friedensschrift der Evang. Kirche in Deutschland (EKD) erchienen. Die einen loben sie als realistische Zeitanalyse, andere sind empört, weil dem Pazifismus eine Absage erteilt wird. Und Dritte grübeln, wie ethisch verwerfliche Atomwaffen “politisch notwendig“ sein können. Die Friedenspfarrerin der EKHN und der Pastor der mennonitischen Friedensgemeinde in Frankfurt stellen die Denkschrift vor und diskutieren Tops und Flops.

Referent*in:
Pfrin. Sabine Müller-Langsdorf, Friedensbeauftragte im Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW, Frankfurt am Main
Benjamin Isaak Krauß, Pastor der Frankfurter Mennonitengemeinde

Eine Veranstaltung des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung, des Bibelhauses ErlebnisMuseum Frankfurt und des Zentrums Oekumene der EKHN und EKKW
Flyer zur Gesamtreihe: https://www.zentrum-oekumene.de/fileadmin/redaktion/
Flyer_Veranstaltungen/Christliche_Friedenshoffnung_in_unsicheren_Zeiten-6.pdf



Do., 19. März, 14.00-16.30 Uhr: Missionsbefehl? - wie lesen wir eigentlich Mt. 28,16-20?

Kolonialismus-kritisch die Bibel lesen

In der Bibel nach der Übersetzung von Martin Luther gibt Jesus den Auftrag, "Geht hin in alle Welt und macht zu Jüngern alle Völker…“ (Matth.28,16-20). Diese Worte sind als sog. „Missionsbefehl“ in die Kirchengeschichte eingegangen und hatten vielfältige Wirkung auf das Auftreten und Handeln der Kirchen in Kolonialzeiten.

Dr. Werner Kahl, Pfarrer in Hanau und Professor für Neues Testament ist Experte für die Auslegung der Bibel. Werner Kahl lebte und lehrte viele Jahre in Ghana. Sein Schwerpunkt ist interkulturelle Bibelhermeneutik und kulturelle Exegese. Er wird zusammen mit einer Studierenden aus dem globalen Süden und mit den Teilnehmenden nach der Methode des "Bibelteilens" den für Mission und Ökumene so zentralen Bibeltext bearbeiten.

Ort: Zentrum Oekumene, Praunheimer Landstr. 206, 60488 Frankfurt a.M.
keine Anmeldung nötig - einfach vorbeikommen!



Religionssensibel feiern - Ein interreligiöser Studientag für Studierende, LiV und Lehrkräfte

Feste und Rituale prägen unser Miteinander. In einer vielfältigen Gesellschaft und Schulgemeinde stellt sich jedoch immer wieder die Frage: Wie können wir so feiern, dass sich alle gesehen, respektiert und eingeladen fühlen?
An diesem Studientag beschäftigen wir uns mit grundlegenden Haltungen, die es ermöglichen, Vielfalt wertschätzend zu gestalten – so, dass das Eigene bewahrt bleibt und gleichzeitig Raum für andere entsteht. Unterschiedliche religiöse und kulturelle Hintergründe zu berücksichtigen, ohne jemanden zu überfordern oder auszuschließen, birgt sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Im Mittelpunkt stehen Achtsamkeit, Empathie, echtes Interesse und die Suche nach kreativen Lösungen, die Gemeinschaft stärken.
Interreligiös und interkulturell zu leben, öffnet neue Horizonte. Wer neugierig bleibt, kann diese Vielfalt als Bereicherung erfahren.
Nach inhaltlichen Impulsen von Dr. Hamideh Mohagheghi werden in Workshops konkrete Möglichkeiten zur Umsetzung in der schulischen Arbeit angeboten und bedacht.
Die Fortbildung ist für Lehramtsstudierende, LiV und Lehrkräfte mit den Fächern Religion und Ethik konzipiert und möchte den Austausch untereinander ermöglichen und fördern.


Dies ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Goethe-Uni Frankfurt

Zielgruppe: Grundschule, Sekundarstufe I, Berufliche Schulen

Veranstaltende: Sandra Abel, rpi Frankfurt, Friederike Arning, Rektorin am Studienseminar GHRF Bad Vilbel, Frau Bettina Martin, Pädagogische Mitarbeiterin , Uni Frankfurt

Veranstaltungsort: RPI Frankfurt, Rechneigrabenstr. 10, 60311 Frankfurt

Infos im Flyer und Anmeldung hier



„meet2respect“ – jüdisch-muslimische Tandems besuchen Schulen für Respekt und Toleranz - ein kostenfreies Angebot für Schulen im Land Hessen

Wie können wir Hass und Diskriminierung entgegenwirken? Was fördert gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Miteinander?

Im Rahmen des Projektes „meet2respect“ bieten wir interreligiöse Schulbesuche sowie interreligiöse Workshops und Lehrkräfte-Fortbildungen an, bei denen Menschen unterschiedlicher Religionen gemeinsam für Respekt und Toleranz eintreten.

Die Tandems (jüdisch-muslimisch) oder auch Tridems (jüdisch-muslimisch-christlich) sprechen sich dabei klar gegen die Diskriminierung, Ausgrenzung und Beleidigungen Andersgläubiger aus und gehen miteinander und mit den Schulklassen in einen konstruktiven Dialog.

Sie sind ein lebendiges Beispiel für ein freundschaftliches, respektvolles interreligiöses Miteinander und vermitteln Wissen und Erfahrung aus erster Hand über ihre Religionen, ihre Grundzüge und Praxis – jenseits von medialen Stereotypen und vermeintlichen Feindbildern.

Das Projekt wird gefördert durch das „Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen“, Partner sind das Zentrum-Oekumene der EKHN und EKKW und die Justus-Liebig-Universität Gießen.

Mehr Informationen und Kontakt: https://www.zentrum-oekumene.de/de/themen-materialien/religionen-interreligioeser-dialog/meet2respect 



Interreligiöses Lernen im BIMU: interaktiv – multimedial – interkulturell - ein kostenfreies Angebot für Schulen im Land Hessen

Geeignet für alle Schulformen und Jahrgänge, 100 Min.

Schülerinnen und Schüler erleben selbstentdeckend Grundlagen der drei Schriftreligionen Judentum, Christentum und Islam. Sie können einzelne Gemeinsamkeiten und Unterschiede benennen. Ein Schwerpunkt liegt auf Jerusalem als Stadt dreier Weltreligionen. Eine begrenzte Anzahl an Workshops ist auf Anfrage kostenfrei im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen.

 

Weitere Informationen hier im Flyer!



IMPRESSUM

Impressum

Der "Interreligiöse Newsletter" ist eine gemeinsame Publikation des PZ Hessen, des Zentrums Oekumene der EKHN und der EKKW und des Religionspädagogischen Institutes (RPI) der EKKW und der EKHN.

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Sandra Abel
Religionspädagogisches Institut der EKKW und der EKHN
Rechneigrabenstr. 10 - 60311 Frankfurt
Telefon: 069-92105-6691
sandra.abel@rpi-ekkw-ekhn.de
www.rpi-ekkw-ekhn.de

Andreas Goetze
Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW
Praunheimer Landstraße 206
60488 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 976518-69
goetze@zentrum-oekumene.de
www.zentrum-oekumene.de

Judith Noa
Pädagogisches Zentrum der Bistümer im Lande Hessen
Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod
06127 77 - 286
judith.noa@pz-hessen.de  
www.pz-hessen.de 


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