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Interreligiöser Newsletter
Ausgabe 35/ Januar - Februar 2026
EDITORIAL

Liebe Leser:innen,
„siehe, ich mache alles neu“: Die biblische Jahreslosung (Herrnhut) für 2026 – verheißungsvoll: Gott ersetzt nicht einfach Altes durch Neues wie nach einem Totalschaden. Er restauriert oder repariert auch nicht bloß das Vergangene, Altgewordene. Im Griechischen gibt es zwei verschiedene Worte für neu: "neos" und "kaina". "Neos" bedeutet zeitlich neu, neu gemacht, frisch oder jung. "Kaina" bedeutet verwandelt, qualitativ neu.

Im Buch der Offenbarung steht "idou kaina poio panta": Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu!“ Und damit sagt er: Ich verwandle alles, was ist, in das, was es für immer sein soll. Hin zu Ihm. Zu Frieden, Gerechtigkeit, Liebe, ohne Leid und Tränen. Wenn Gott alles neu macht, dann hebt er die Geschichte unseres Lebens nicht auf, von der unsere Falten, Schrammen und Wunden erzählen. Es gibt „Gebrauchsspuren“ der Liebe, die nicht wegretuschiert werden dürfen, wenn unser Leben Sinn machen soll.

Für diese Verwandlung wird Gott in Jesus Christus Mensch, damit wir uns nicht überheben, sondern menschlich werden und bleiben. Alles, was uns vom Leben trennt, wird überwunden. Und die Welt beginnt, durchsichtig zu werden auf den Himmel hin. Auftrag für uns und Verheißung zugleich. Für uns eine großartige Perspektive für das ganze Jahr – mit der wir Sie/ dich herzlich grüßen und Ihnen/ dir viel positive Energie für den Schulalltag wünschen,
Andreas Goetze, Sandra Abel, Judith Noa

 





INHALT


Fortbildungsreihe "Religions- und Kultursensibilität in der Schule"

5. Feburar - 10. Juni 2026/ rpi Frankfurt

Wo Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher bzw. religiöser Prägung zusammenkommen, entstehen naturgemäß Fragen, manchmal auch Missverständnisse und Gegensätze. Auch in der Schule ist das so. Manche Probleme sind real – andere eher „künstlich“ erzeugt. Manchmal ist es nicht einfach, hinter der Aufgeregtheit die eigentlichen Anliegen herauszuhören.

Die Fortbildungsreihe will Lehrkräfte befähigen, Schülerinnen und Schüler, Eltern, sowie Kolleginnen und Kollegen in religiös konnotierten Fragen des Zusammenlebens zu beraten. Es geht nicht darum, für jedes Thema sofort eine passende Lösung parat zu haben. Das Ziel ist vielmehr die Entwicklung der eigenen Sensibilität und einer empathischen Gesprächshaltung. Denn: Viele Probleme lassen sich dadurch bearbeiten, dass die Anliegen der Beteiligten ernst genommen werden. Wir werden in der Fortbildungsreihe zunächst systemische Methoden zur Konfliktbearbeitung kennenlernen um diese dann anhand von konkreter Fallarbeit praxisnah einzuüben. 

Herzliche Einladung! Zur Anmeldung hier klicken



Lesung mit Ron Segal – Jeder Tag wie heute

Zwischen Säkularismus, Konfessionslosigkeit und Religionsfreiheit

Ron Segal (*24. April 1980) ist ein israelischer Schriftsteller und Filmemacher. In seinem ersten Buch Jeder Tag wie heute beschreibt er die Geschichte eines 90-jährigen Mannes, der selbst Autor ist und den Holocaust überlebt hat. An Alzheimer erkrankt reist er nach Berlin, um für eine Zeitschrift seine Erinnerungen aufzuschreiben. Zwischen Erinnern, Vergessen und Staunen erfüllt er den Auftrag und ist überrascht, wie an jedem Morgen die Gedanken zu seinem Buch schon geschrieben stehen.
Segal beschreibt in dem Roman sein eigenes Herantasten an das Thema als junger Mensch. Zwischen den vielen Möglichkeiten, sich zum Thema zu informieren, die eigene Beziehung dazu zu beschreiben und die Wahrheit zu suchen.
Bereits in einer Klassenlesung in Wiesbaden hat Ron Segal sein Buch in Auszügen gelesen und eine Diskussion mit Schülerinnen und Schülern geführt. In dieser Lesung ist es möglich, mit dem Autor an das Thema Holocaust auf eine andere Weise heranzugehen. Ähnlich wie Schülerinnen und Schülern sucht Segal in seinem Protagonisten mit dem vielen Wissen umzugehen und seine Wahrheit zu finden.
Für Lehrkräfte, die in Schulklassen mit multireligiöser Schülerschaft unterrichten, bietet die Lesung die Möglichkeit Wege auszuloten, wie die Shoa im Unterricht thematisiert werden kann. Denn der Trialog zwischen Juden, Christen und Muslimen ist gerade bei diesem Thema von großer Bedeutung!

Die Lesung dauert ca. 1,5 Stunden.

Bitte melden Sie sich bei Interesse an:
relpaed.wiesbaden@bistumlimburg.de

In Kooperation mit: Stadtarchiv Wiesbaden, Amt für kath. Religionspädagogik, Jüdische Gemeinde Wiesbaden, Religionspädagogisches Institut der EKKW und EKHN

 

Terminoptionen:

- Di 20.01.2026, 11:45-13:10 Uhr: Gym. Am Mosbacher Berg, Mosbacher Str. 57, 65187 Wiesbaden

- Di 20.01.2026, 14:30-16:00 Uhr: IGS Hermann-Ehlers-Schule, Tempelhofer Str. 57, 65205 Wiesbaden

- Mi 21.01.2026, 10:50-12:20 Uhr: Gutenbergschule, Mosbacher Str. 1, 65187 Wiesbaden

- Mi 21.01.2026, 14:00-15:30 Uhr: Dilthey-Schule, Georg-August-Str. 16, 65195 Wiesbaden

 



Ethik/Religion an der Grundschule - Ein Nachmittag – zwei Schwerpunkte – zwei Perspektiven: Interreligiöses Lernen und Passion/Ostern

10. Februar 2026: 14 - 17 Uhr, Haus am Dom

Sie unterrichten evangelische oder katholische Religion oder Ethik oder beides?

Sie behandeln in Ihren Unterrichten Themen des interreligiösen Lernens, z.B. Christentum/Islam, Unterschiede und Gemeinsamkeiten und Passion und Ostern?

Sie wollen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit den oben genannten Themen auseinandersetzen? Sie möchten praxisnah arbeiten und zugleich aktuelle theoretische Impulse und Hinweise auf Unterrichtsmaterialien und Methoden erhalten? Sie sind an einem kollegialen Austausch interessiert?

Dann sind Sie als einzelne Lehrkraft ebenso willkommen wie zusammen mit Ihren Kolleginnen und Kollegen der Fachschaften Ethik und Religion Ihrer Schule.

Dies ist eine kostenfreie Kooperationsveranstaltung des rpi der EKKW und der EKHN mit dem RPA -Frankfurt. 

Leitung: Sandra Abel, Studienleiterin, rpi Frankfurt und Susanne Beul-Ring, Studienleiterin, RPA Frankfurt

Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main

Anmeldung über: relpaed.frankfurt@bistumlimburg.de



Mittwoch, 11. Februar, 19-20 Uhr (online) „Zwischen Hoffnung und Verzweiflung – aktuell zur Lage in Jerusalem und in Israel/ Palästina

In der Reihe „Um 7 – im Gespräch“ – Dialog für eine Stunde

Zoom-Link: https://zentrum-oekumene-de.zoom.us/j/66649528177?pwd=TybREmlfa4Haah2ka80wPFf7LsckqN.1
Meeting-ID: 666 4952 8177
Kenncode: 657419
Schnelleinwahl mobil: +496971049922

Andreas Goetze ist gerade von einer 10-tägigen Reise aus Jerusalem zurückgekommen und bringt nach zahlreichen Begegnungen ganz aktuell Eindrücke mit. Einblicke in den Nah-Ost-Konflikt differenziert und ohne „Schwarz-Weiß-Muster. Wie ist die Situation vor Ort im Angesicht der Iran-Krise, der Siedler-Gewalt in der Westbank, der ungeklärten Lage im Gaza-Streifen, dem zunehmenden religiösen Nationalismus? Welche Perspektiven sehen Juden, Christen und Muslime?

Pfarrer Dr. Andreas Goetze ist Referent für den interreligiösen Dialog (Schwerpunkt Islam und Christ*innen im Mittleren Osten) im Zentrum Ökumene der EKHN und EKKW in Frankfurt a.M. Seit über 30 Jahren spiritueller Reiseleiter im Heiligen Land und fast jährlich vor Ort. Er war Vikar in Jerusalem und ist verbunden mit vielen Menschen in Israel/ Palästina (Juden, Christen sowie Muslimen).

Veranstalter: Zentrum Ökumene der EKHN und EKKW in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Limburg (KEB Diözesan-Bildungswerk) und dem Religionspädagogisches Institut der EKKW und EKHN



„meet2respect“ auch 2026: interreligiöse Schulbesuche für Respekt und Toleranz - ein kostenfreies Angebot für Schulen im Land Hessen

Wie können wir Hass und Diskriminierung entgegenwirken? Was fördert gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Miteinander?

Im Rahmen des Projektes „meet2respect“ bieten wir interreligiöse Schulbesuche sowie interreligiöse Workshops und Lehrkräfte-Fortbildungen an, bei denen Menschen unterschiedlicher Religionen gemeinsam für Respekt und Toleranz eintreten. Die Tandems (jüdisch-muslimisch) oder auch Tridems (jüdisch-muslimisch-christlich) sprechen sich dabei klar gegen die Diskriminierung, Ausgrenzung und Beleidigungen Andersgläubiger aus und gehen miteinander und mit den Schulklassen in einen konstruktiven Dialog.

Sie sind ein lebendiges Beispiel für ein freundschaftliches, respektvolles interreligiöses Miteinander und vermitteln Wissen und Erfahrung aus erster Hand über ihre Religionen, ihre Grundzüge und Praxis – jenseits von medialen Stereotypen und vermeintlichen Feindbildern. Das Projekt wird gefördert durch das „Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen“, Partner sind das Zentrum-Oekumene der EKHN und EKKW und die Justus-Liebig-Universität Gießen.
Mehr Informationen und Kontakt: https://www.zentrum-oekumene.de/de/themen-materialien/religionen-interreligioeser-dialog/meet2respect 



Interreligiöses Lernen im BIMU: interaktiv – multimedial – interkulturell - ein kostenfreies Angebot für Schulen im Land Hessen

Geeignet für alle Schulformen und Jahrgänge, 100 Min.

Schülerinnen und Schüler erleben selbstentdeckend Grundlagen der drei Schriftreligionen Judentum, Christentum und Islam. Sie können einzelne Gemeinsamkeiten und Unterschiede benennen. Ein Schwerpunkt liegt auf Jerusalem als Stadt dreier Weltreligionen. Eine begrenzte Anzahl an Workshops ist auf Anfrage kostenfrei im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen.

 

Weitere Informationen hier im Flyer!



Haltung zeigen! - Eine Online-Fortbildung für Lehrkräfte zur Demokratiebildung

Schule ist ein wichtiger Ort, an dem eine offene, vielfältige Gesellschaft ohne Diskriminierungen erlebbar werden kann und somit die Basis für mündige Bürger:innen von morgen geschaffen werden kann. Die kostenfreie Fortbildungsreihe des Pädagogischen Zentrums Hessen bietet hier in 90-minütigen Online-Modulen zu wichtigen Themen der politischen Bildung Impulse, wie Schule ihrer Aufgabe gerecht werden kann und möchte Lehrkräfte zu sensiblem Handeln befähigen und Impulse für den Unterricht geben. 

Ein Einstieg ist jederzeit möglich! 

Modul 3: Identität durch Abgrenzung und Feindschaft? Narrative des rechten und des religiös motivierten Extremismus, Montag, 02.02.2026, 16:00 Uhr - 17:30 Uhr

Modul 4: Umgang mit Antisemitismus an der Schule, Dienstag, 03.03.2026, 16:00 Uhr - 17:30 Uhr

Modul 5: Die Bedeutung der Erinnerung für die Demokratie. Konkrete Beispiele zu Erinnerungslernen und Zeitzeugenarbeit, Mittwoch, 29.04.2026, 16:00 Uhr - 17:30 Uhr

Modul 6: Umgang mit (antimuslimischem) Rassismus, Donnerstag, 28.05.2026, 16:00 Uhr - 17:30 Uhr

Anmeldung unter: https://www.pz-hessen.de/fortbildung/gesamtangebot/search-result?search=25-43-01



IMPRESSUM

Impressum

Der "Interreligiöse Newsletter" ist eine gemeinsame Publikation des PZ Hessen, des Zentrums Oekumene der EKHN und der EKKW und des Religionspädagogischen Institutes (RPI) der EKKW und der EKHN.

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Sandra Abel
Religionspädagogisches Institut der EKKW und der EKHN
Rechneigrabenstr. 10 - 60311 Frankfurt
Telefon: 069-92105-6691
sandra.abel@rpi-ekkw-ekhn.de
www.rpi-ekkw-ekhn.de

Andreas Goetze
Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW
Praunheimer Landstraße 206
60488 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 976518-69
goetze@zentrum-oekumene.de
www.zentrum-oekumene.de

Judith Noa
Pädagogisches Zentrum der Bistümer im Lande Hessen
Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod
06127 77 - 286
judith.noa@pz-hessen.de  
www.pz-hessen.de 


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