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Interreligiöser Newsletter
Ausgabe 33/ Oktober 2025
EDITORIAL

Liebe Leser:innen,

der (schulische) Alltag hat Sie wahrscheinlich schon wieder fest im Griff - Aufgaben, Erledigungen, to-do-Listen... Fortbildungen können da gute Orte zum Aufatmen sein, bei denen der Alltag reflektiert werden kann und neue Ideen (weiter) gedacht werden können. 

Wir freuen uns, dass Sie Interesse am Thema Interreligiöses Lernen haben, denn für ein friedliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft ist es von großer Bedeutung, dass Schüler:innen sich im interreligiösen und interkulturellem Lernen üben - das Fremde als Bereicherung wahrnehmen, andere Traditionen akzeptieren und den anderen so anerkennen wie er ist: das alles sind Werte, die unsere offene, demokratische Gesellschaft benötigt. 

Wir würden uns daher sehr freuen, Sie bei unseren Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Weitersagen an Kolleg:innen ist natürlich auch erlaubt ;-) 

Allen jüdischen Leser:innen wünschen wir shana tova (ein gutes neues Jahr) und chag sameach (ein fröhliches Fest)! Denn im Judentum beginnt in diesen Tagen das Jahr 5786 und die Hohen Feiertage werden begangen.

Es grüßen Sie herzlich,
Andreas Goetze, Sandra Abel, Judith Noa

 





INHALT


„meet2respect“ – jüdisch-muslimische Tandems besuchen Schulen für Respekt und Toleranz - ein kostenfreies Angebot für Schulen im Land Hessen

Wie können wir Hass und Diskriminierung entgegenwirken? Was fördert gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Miteinander?

Im Rahmen des Projektes „meet2respect“ bieten wir interreligiöse Schulbesuche sowie interreligiöse Workshops und Lehrkräfte-Fortbildungen an, bei denen Menschen unterschiedlicher Religionen gemeinsam für Respekt und Toleranz eintreten.

Die Tandems (jüdisch-muslimisch) oder auch Tridems (jüdisch-muslimisch-christlich) sprechen sich dabei klar gegen die Diskriminierung, Ausgrenzung und Beleidigungen Andersgläubiger aus und gehen miteinander und mit den Schulklassen in einen konstruktiven Dialog.

Sie sind ein lebendiges Beispiel für ein freundschaftliches, respektvolles interreligiöses Miteinander und vermitteln Wissen und Erfahrung aus erster Hand über ihre Religionen, ihre Grundzüge und Praxis – jenseits von medialen Stereotypen und vermeintlichen Feindbildern.

Das Projekt wird gefördert durch das „Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen“, Partner sind das Zentrum-Oekumene der EKHN und EKKW und die Justus-Liebig-Universität Gießen.

Mehr Informationen und Kontakt: https://www.zentrum-oekumene.de/de/themen-materialien/religionen-interreligioeser-dialog/meet2respect 



Interreligiöses Lernen im BIMU: interaktiv – multimedial – interkulturell - ein kostenfreies Angebot für Schulen im Land Hessen

Geeignet für alle Schulformen und Jahrgänge, 100 Min.

Schülerinnen und Schüler erleben selbstentdeckend Grundlagen der drei Schriftreligionen Judentum, Christentum und Islam. Sie können einzelne Gemeinsamkeiten und Unterschiede benennen. Ein Schwerpunkt liegt auf Jerusalem als Stadt dreier Weltreligionen. Eine begrenzte Anzahl an Workshops ist auf Anfrage kostenfrei im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen.

 

Weitere Informationen hier im Flyer!



Haltung zeigen! - Eine Online-Fortbildung für Lehrkräfte zur Demokratiebildung

Schule ist ein wichtiger Ort, an dem eine offene, vielfältige Gesellschaft ohne Diskriminierungen erlebbar werden kann und somit die Basis für mündige Bürger:innen von morgen geschaffen werden kann. Die kostenfreie Fortbildungsreihe des Pädagogischen Zentrums Hessen bietet hier in 90-minütigen Online-Modulen zu wichtigen Themen der politischen Bildung Impulse, wie Schule ihrer Aufgabe gerecht werden kann und möchte Lehrkräfte zu sensiblem Handeln befähigen und Impulse für den Unterricht geben. 

Modul 1: Warum Bildung Haltung braucht. Zur Unmöglichkeit von Neutralität in (politischen) Bildungsprozessen, Montag, 20.10.2025, 16:00 Uhr - 17:30 Uhr

Modul 2: Wie Social Media die Meinungsbildung von Schüler:innen beeinflusst, Mittwoch, 26.11.2025, 16:00 Uhr - 17:30 Uhr

Modul 3: Identität durch Abgrenzung und Feindschaft? Narrative des rechten und des religiös motivierten Extremismus, Montag, 02.02.2026, 16:00 Uhr - 17:30 Uhr

Modul 4: Umgang mit Antisemitismus an der Schule, Dienstag, 03.03.2026, 16:00 Uhr - 17:30 Uhr

Modul 5: Die Bedeutung der Erinnerung für die Demokratie. Konkrete Beispiele zu Erinnerungslernen und Zeitzeugenarbeit, Mittwoch, 29.04.2026, 16:00 Uhr - 17:30 Uhr

Modul 6: Umgang mit (antimuslimischem) Rassismus, Donnerstag, 28.05.2026, 16:00 Uhr - 17:30 Uhr

Anmeldung unter: https://www.pz-hessen.de/fortbildung/gesamtangebot/search-result?search=25-43-01



Wie politisch muss Religion sein?

27. Oktober 2025, 17.00-21.00 Uhr, Kassel, neue Moschee der Gemeinschaft der Bosniaken

Wie lässt sich dem Missbrauch von Religion und Weltanschauung begegnen, wenn Herrschende versuchen, ihre Machtansprüche religiös zu legitimieren? Wäre es nicht besser, Religion als Privatsache zu verstehen? Oder bieten Religionen Kraftquellen und Werte für ein gerechtes und friedliches gesellschaftliches Miteinander?

Die Veranstaltung findet in den Räumen der neuen Moschee der Gemeinschaft der Bosniaken in Kassel statt. Wir laden zu einer Führung durch die Moschee mit Diskussion und Austausch über Religion, Gesellschaft und Zusammenleben ein. Der bosnische Islam hat eine fast 600-jährige Tradition und eine lange Erfahrung des Zusammenlebens mit anderen Religionen: Kann er ein Modell für Europa sein?

Zielgruppe: Politisch und am interreligiösen Dialog interessierte Menschen, Lehrkräfte, Multiplikator*innen der außerschulischen Bildung

Flyer: https://akademie-hofgeismar.de/wp-content/uploads/2025/05/Interreligioeser-Dialog_Exkursion_EAH.pdf

Anmeldung und weitere Informationen unter: https://akademie-hofgeismar.de/veranstaltung/wie-politisch-muss-religion-sein/

 



Wie (un-)politisch darf Religion sein?

Tag des Dialogs 2025 Donnerstag, 6. November 2025 9:30 - 17:00 Uhr

Wie sollte das Verhältnis von Religion, Weltanschauungen und Politik gestaltet sein? Inwieweit kann, soll, muss Religion politisch sein? Ist Religion nicht "Privatsache"? Oder was ist der Unterschied zwischen privat und persönlich? Oder ist nicht viel zu viel Religion in der Politik? Vielfach werden Religionen und Weltanschauungen als ideologische Grundlagen für die Legitimation einer eigenen Macht- und Herrschaftsansprüchen missbraucht und religiösen Identität in Ab- und Ausgrenzung gegenüber anderen – nicht nur im rechten Spektrum. Wie kann sich das Verhältnis von Religion zum Politischen gestalten, ohne der Religion nur Raum in der Privatsphäre zu gestatten und ohne einer Instrumentalisierung des Religiösen für eigene nationalistische Ansprüche das Wort zu reden?
 

Nähere Information und Anmeldung unter: https://www.zentrum-oekumene.de/de/veranstaltungen/detailseite/wie-un-politisch-darf-religion-sein



Interreligiöser Empfang am 12. November 2025, 16.30 - 20.30 Uhr

Ein thematisch-kulinarisch-musikalischer Abend für interessierte Lehrkräfte

Viele Lehrkräfte beschäftigen sich in unterschiedlicher Weise mit Möglichkeiten des interreligiösen Lernens. Um neue Impulse und Gelegenheit zum Austausch zu erhalten, laden wir Sie zu einem »Interreligiösen Empfang« im rpi Frankfurt ein. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen, Frau Prof. Dr. Katja Boehme, dem interreligiösen Trio von Irith Gabriely, Jorin Sandau und Abuseyf Kinik sowie orientalischen Köstlichkeiten einen entspannten und inspirierenden Abend verbringen, der uns in unserem Tun stärkt und neue Perspektiven eröffnet.

Veranstaltungsort: RPI Frankfurt, Rechneigrabenstr. 10, 60311 Frankfurt

Infos hier, Anmeldung hier



Bibel und Koran – von Textwerdung und Schriftauslegungen - 26. November 2025, 14 - 18 Uhr

Interreligiöses Lernen im IRU/ISU, im christlichen Religionsunterricht sowie im Ethikunterricht

Wie heilig sind Bibel und Koran? Was wissen wir über die Entstehung beider Bücher? Wie verhalten sich Gotteswort und Menschenwort zueinander? Wie blicken Christen und Muslime auf die jeweils eigenen und die anderen Texte? Und was bedeutet das für einen differenzierten Umgang mit Texten aus dem Koran und der Bibel im Unterricht?

Bibel und Koran sind Fundamente des jüdisch-christlichen bzw. des islamischen Glaubens. Die Fortbildung bietet Gelegenheit für Lehrkräfte mit und ohne Islambezug und andere Interessierte, die Entwicklungsgeschichte der Bibel und die Textwerdung des Korans in den Blick zu nehmen und über die jeweiligen Schriftauslegungen ins Gespräch zu kommen. Exegetisches Arbeiten an Textpassagen aus beiden Perspektiven soll exemplarisch ausgeführt werden, um diesen Zugang auch als Möglichkeit für den Unterricht aufzuzeigen.

 

Veranstaltende: Sandra Abel, rpi Frankfurt, Dr. Insa Rohrschneider, Theologin/Pfarrerin EKKW, Dr. Konstantin Falahati, Hermann-Hesse-Schule Obertshausen

Veranstaltungsort: RPI Frankfurt, Rechneigrabenstr. 10, 60311 Frankfurt

Infos und Anmeldung hier



IMPRESSUM

Impressum

Der "Interreligiöse Newsletter" ist eine gemeinsame Publikation des PZ Hessen, des Zentrums Oekumene der EKHN und der EKKW und des Religionspädagogischen Institutes (RPI) der EKKW und der EKHN.

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Sandra Abel
Religionspädagogisches Institut der EKKW und der EKHN
Rechneigrabenstr. 10 - 60311 Frankfurt
Telefon: 069-92105-6691
sandra.abel@rpi-ekkw-ekhn.de
www.rpi-ekkw-ekhn.de

Andreas Goetze
Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW
Praunheimer Landstraße 206
60488 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 976518-69
goetze@zentrum-oekumene.de
www.zentrum-oekumene.de

Judith Noa
Pädagogisches Zentrum der Bistümer im Lande Hessen
Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod
06127 77 - 286
judith.noa@pz-hessen.de  
www.pz-hessen.de 


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