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Interreligiöser Newsletter
Ausgabe 23/ Oktober 2024
EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser, einen "guten Rutsch" ins Neue Jahr!

Sie wundern sich? Neujahr im Herbst? Mit Blick auf das Judentum: Ja.
Warum wünschen wir uns eigentlich zu Beginn eines neuen Jahres einen „guten Rutsch“? Das kommt vom jüdischen Neujahrsfest „Rosh Ha Shana“ (in diesem Jahr Anfang Oktober). „Rosh“ ist ein hebräisches Wort und bedeutet „Kopf“ oder „Haupt“, „Shana“ heißt „Jahr“ – zusammen: „Haupt des Jahres“, also „Anfang des Jahres“. Und über das Jiddische wünschen wir uns einen guten Anfang, eben einen „guten Rosh“ oder „Rutsch“.

Vielfältig bis in unsere Sprache hinein sind die Verbindungen zwischen jüdisch und christlich – und da sind wir mittendrin in der Idee der deutschlandweiten ökumenischen Kampagne „#beziehungsweise –jüdisch und christlich: näher als du denkst“. Sie regt an, die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum zu erkunden. Sie betont die Geschwisterlichkeit beider Religionen, ohne das Judentum vereinnahmen zu wollen. Gerade in der aktuellen Zeit ein wichtiges Zeichen.
Ab 3. November zu sehen in Büdingen (s.u.)


Mit herzlichen Grüßen von Sandra Abel, Andreas Goetze und Judith Noa



INHALT


Interreligiöser Empfang am 7. Nov.

Ein thematisch-kulinarisch-musikalischer Abend für interessierte Lehrkräfte

Viele Lehrkräfte beschäftigen sich in unterschiedlicher Weise mit Möglichkeiten des interreligiösen Lernens in der Schule. Dieses Engagement ist sehr wichtig und wertvoll für die Schulgemeinschaft und trägt zu einem positiven, friedlichen Miteinander bei. Um neue Impulse und Gelegenheit zum Austausch zu erhalten, laden wir Sie zu einem ‚Interreligiösen Empfang‘ im rpi Frankfurt ein. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen, Herrn Prof. Dr. Karlo Meyer, dem musikalischen Duo ‚Selam und Shalom‘ und orientalischen Köstlichkeiten einen entspannten und inspirierenden Abend verbringen, der uns in unserem Tun stärkt und neue Perspektiven eröffnet.

Mehr Informationen und Anmeldung hier



Lernen im Dialog - eine Fortbildungsreihe für Religions- und Ethiklehrkräfte

6 modulige Lernreihe im Dialog zwischen Islam und Christentum

Es geht wieder los mit unserer Fortbildungsreihe „Lernen im Dialog“ - entweder als Team der Fächergruppe Religion/Ethik oder auch als Einzelperson. Anhand von grundlegenden religiösen Themen, die auch für den Ethikunterricht und für den Islamunterricht als Schulversuch bzw. den islamischen Religionsunterricht relevant sind, gehen wir inhaltlich- fachlichen und didaktisch-methodischen Fragen nach. Sie arbeiten dabei im Team Ihrer Schule und haben die Gelegenheit, sich auszutauschen und Ideen für gemeinsame Projekte in der Fächergruppe zu entwickeln.

Mehr Informationen und Anmeldung hier



Donnerstag, 10. Oktober, 19-20 Uhr (online) „Zwischen Hass und Haltung“

- wenn Emotionen und Identitäten aufeinanderprallen ...

mit Dervis Hizarci, Vorstands-Vorsitzender der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA), Berlin

Link: https://zentrum-oekumene-de.zoom.us/j/64615656180?pwd=bBxdkFq0LTQ1RX0qqDTQiwOr26jJGp.1
Meeting-ID: 646 1565 6180
Kenncode: 702134
Schnelleinwahl mobil: +496938079883

Emotionen und Identitäten prallen aufeinander. Wie kann gelebte Vielfalt gelingen? Seit Jahren engagiert sich Hizarci für gelebte Vielfalt, gegen Hass in Bildung und Schule in einem Land, das sich langsam als Migrationsgesellschaft zu verstehen beginnt. Hizarci hat hautnah in Berlin erlebt, was es heißt, nicht dazuzugehören. Immer wieder muss er sich stellvertretend für so viele einen Weg bahnen zwischen Hass und Haltung.
Seitdem engagiert er sich für Dialog und Verständigung. Doch nun drohen wieder – nach dem 7. Oktober genau wie schon nach dem 11. September – die altbekannten Gefahren: Vereinfachungen, Anschuldigungen, das Auslagern der Schuld, die gedankenlose Ausgrenzung seitens der Mehrheit.

Hizarci ist ein gefragter Gesprächspartner, berät seit Jahren neben Lehrkräften auch Politik und Medien. Er ist im Expertenrat des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus. Hizarci publiziert regelmäßig in unterschiedlichen Medien. Im Oktober erscheint nun im Suhrkamp Verlag sein Buch „Zwischen Hass und Haltung“.

Moderation: Dr. Andreas Goetze, Referent für den interreligiösen Dialog im Zentrum Ökumene der EKHN/ EKKW in Frankfurt a. M (Schwerpunkt Islam)
Veranstalter: Zentrum Ökumene der EKHN und EKKW in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Limburg (KEB Diözesanbildungswerk) und dem Religionspädagogisches Institut der EKKW und EKHN



Mittwoch, 30. Oktober, 10.00-17.00 Uhr: „Wie real ist virtuell? Mensch-Sein in und mit den digitalen Welten“

Leben zwischen Gemeinde, Schule in digitalen Räumen –im Dialog mit islamischen und christlichen Ansätzen

Anmeldung ab sofort möglich unter: https://kurzlinks.de/Dialogtag24

Die Veranstaltung ist nach § 65 Hessisches Lehrerbildungsgesetz (HLbG) als Fortbildung unter der Nummer 02412423 / 241030-KA-F akkreditiert.

Ort: Evang. Studierendengemeinde (ESG) auf dem Campus Westend der Goethe-Uni Frankfurt

Wie kann ich Mensch sein und bleiben angesichts der digitalen Revolution, die unser tägliches Leben und unsere Gesellschaft, die Arbeitswelt und das Wirtschaftssystem rasant verändert hat und weiter verändert? Soziale Beziehungen und die menschliche Kommunikation bleiben davon nicht unberührt.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage wie im digitalen, von Algorithmen geprägten Zeitalter angemessene, dem Menschen dienende (religiöse) Bildungsprozesse – und Kommunikationsprozesse gestaltet werden können? Wie angesichts der spätmodernen Vermischung von menschlicher und künstlicher Intelligenz beides klug aufeinander beziehen? Welche theologischen und ethischen Grundlagen können die Religionen für diese digitalen Revolutionen eröffnen? Wie gestalten sich Begegnungen und Beziehungen? Was bedeutet es, Mensch zu sein und zu bleiben? Und wie können wir gut vor Ort in Schule und Gemeinde und zugleich digital miteinander kommunizieren? Dieser Fachtag blickt auf christliche und islamische Perspektiven angesichts digitaler Transformationsprozesse für eine verantwortungsvolle Gestaltung der Zukunft.

Impulse, Workshops zur Frage von Bildung und Digitalität und zu Fragen der Radikalisierung im Netz, Podiumsgespräche und Zeit zum Austausch u. a. mit Dr. Alfred John (Chefarzt für Psychiatrie und Psychotherapie des Fachkrankenhauses der Evang. Stiftung Neinstedt) und christlichen wie islamischen Perspektiven mit Prof. Dr. Bekim Agai, Prof. Dr. Naime Çakir-Mattner, Prof. Dr. Armina Omerika, Prof. Dr. Viera Pirker zusammen mit den Einladenden Prof. Dr. Beate Hofmann, Bischöfin der EKKW, und Dr. Dr. h.c. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN



Donnerstag, 14./ 15. November: Das Leben feiern!

Feste und Feiertage in Islam und Christentum

ab sofort Anmeldemöglichkeit: https://akademie-hofgeismar.de/veranstaltung/feste-und-feiertage-in-islam-und-christentum/
Diese Veranstaltung ist nach § 65 Hessisches Lehrerbildungsgesetz (HLbG) als Fortbildung akkreditiert

Religiöse Feste sind das Gesicht einer Religion. Sie lassen die Grundlagen einer Religion und die spirituellen Ressourcen Spiritualität einer Glaubensgemeinschaft sichtbar und erfahrbar werden. In den Feiertagen leuchtet die Schönheit des Glaubens auf und konzentriert sich die Theologie einer Religion. Ob Ramadan oder Opferfest, ob Ostern oder Weihnachten: Gläubige vergewissern sich an den Festtagen ihrer jeweiligen Glaubenstraditionen, indem sie ihnen Gestalt und Leben verleihen. Religionen werden mit Kopf, Herz und Hand erlebbar. Religiöse Feste mit ihren Ritualen ermöglichen es, Glaubensinhalte auf vielfältige Weise zu erschließen.
Die Tagung führt in die Festkultur von Islam und Christentum ein, bringt theologische Grundlagen und performatives Erleben miteinander ins Gespräch und fragt nach dem, was tragend und prägend sein kann  für die Religionsgemeinschaften und die Gesellschaft.

Impulse, Workshops u.a. für Schulprojekte und Spiritualität im Alltag, ein Abend mit Musik, Erfahrungsberichten, Geschichten
mit Dr. Silvia Horsch-Al Saad, Lehrerin für islamischen Religionsunterricht, Engagement bei al-sakina.de und nafisa.de, Prof. Dr. Corinna Dahlgrün, Seniorprofessorin Praktische Theologie,Universität Jena, Meryem Tinc, Islamwissenschaftlerin, Beratungsstelle Hessen VPN gGmbH, dem interkulturellen Musikensemble „dusti“ u.a.



„#beziehungsweise –jüdisch und christlich: näher als du denkst“ -vom 3. - 22. Nov.

Vom 3. bis 22. November in der Marienkirche in Büdingen:
Die Ausstellung „#beziehungsweise –jüdisch und christlich: näher als du denkst“

mit attraktivem Begleitprogramm: Gesprächsabenden, Begegnungen, Konzert, Gottesdienste.

Schulklassen und andere Gruppen können jederzeit vor Ort die Ausstellung besuchen. Terminabsprache unter Elisabeth.Engler-Starck@ekhn.de

Die Ausstellung "#beziehungsweise" ermutigt, sich die einzigartige Beziehung von Christentum zum Judentum bewusst zu machen, dass das Christentum aus dem biblischen Judentum heraus entstand und Jesus Jude war und seine Jünger*innen auch.
Mit Blick auf Jahreslauf und die Feste wird die Verwurzelung des Christentums im Judentum deutlich. Es geht nicht um Vereinnahmung. Ganz bewusst kommen deshalb die unterschiedlichen Traditionen auf je ihre Weise zu Wort. Auf der Kampagnen-Website des ökumenischen deutschlandweiten Projektes https://www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de/ finden sich zu jedem Thema vertiefende jüdische und christliche Beiträge, die zu je eigenen Entdeckungen anregen.



IMPRESSUM

Impressum

Der "Interreligiöse Newsletter" ist eine gemeinsame Publikation des PZ Hessen, des Zentrums Oekumene der EKHN und der EKKW und des Religionspädagogischen Institutes (RPI) der EKKW und der EKHN.

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Sandra Abel
Religionspädagogisches Institut der EKKW und der EKHN
Rechneigrabenstr. 10 - 60311 Frankfurt
Telefon: 069-92105-6691
sandra.abel@rpi-ekkw-ekhn.de
www.rpi-ekkw-ekhn.de

Andreas Goetze
Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW
Praunheimer Landstraße 206
60488 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 976518-69
goetze@zentrum-oekumene.de
www.zentrum-oekumene.de

Judith Noa
Pädagogisches Zentrum der Bistümer im Lande Hessen
Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod
06127 77 - 286
judith.noa@pz-hessen.de  
www.pz-hessen.de 


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